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POLITIK

Katastrophenschutzexperten aus ganz Österreich tagen in Klagenfurt

18.10.2016
LH Kaiser begrüßte die Teilnehmenden – Brauchen, um gewappnet zu sein, entscheidungsfähige Politik, die mit Administration gut abgestimmt ist
Neue klimatische Herausforderungen, der Schutz kritischer Infrastruktur wie Kraftwerke oder Krankenhäuser, ein „Blackout“, also ein plötzlicher Ausfall großer Stromnetze, sowie die Flüchtlingsthematik – Mit diesen und anderen Bereichen befassen sich gerade die beamteten Katastrophenschutzreferenten aus allen österreichischen Bundesländern in einer zweitägigen Konferenz in Klagenfurt. Heute, Dienstag, wurden sie von Katastrophenschutzreferent Landeshauptmann Peter Kaiser im Hotel Sandwirth begrüßt.

Kaiser verwies in seinen Grußworten auf die vielfältigen und sich ständig ändernden Grundbedingungen im Katastrophenschutz – etwa durch die Erderwärmung oder Naturereignisse. Sehr plastisch berichtete er von Afritz, wo ein Ortsteil zweimal innerhalb kürzester Zeit von schweren Murenabgängen betroffen war. Hier sei es nicht nur um das Koordinieren des Einsatzes und die Aufräumarbeiten an sich gegangen. „Notwendig für die verzweifelten Menschen war vor allem auch psychologische Hilfe durch ein Ärmelaufkrempeln und das Signal, das man es schaffen wird“, so Kaiser.

Konfrontiert seien wir heute außerdem mit verschiedensten Ideologismen, mit Terror an Menschen und Objekten. Allgemein unerlässlich seien im Katastrophenschutz das Vernetzen über Grenzen hinaus sowie eine von Hausverstand geprägte und Barrieren wegräumende internationale und interregionale Kooperation. Der Landeshauptmann strich dankend die perfekte Zusammenarbeit zwischen Rettungs-, Einsatz- und Hilfsorganisationen, Behörden, Bundesheer, Firmen und Freiwilligen in Kärnten hervor. Und er machte deutlich: „Um gewappnet zu sein, brauchen wir mehr als zuvor eine entscheidungsfähige Politik, die mit der Administration im Hintergrund gut abgestimmt ist.“

An der Expertenkonferenz, die jedes Jahr in einem anderen Bundesland stattfindet, nehmen neben den Vertretern aus den Bundesländern auch Angehörige des Innenministeriums teil. Seitens der Kärntner Landesverwaltung wurden sie von Landesamtsdirektor Dieter Platzer und vom Katastrophenschutzbeauftragten Markus Hudobnik begrüßt. Vom Land Kärnten wurde u.a. das Projekt „Hochwasserpläne für Gemeinden“ präsentiert und zwar anhand des Beispiels der Stadtgemeinde Hermagor. Dieses Pilotprojekt soll als Referenzbeispiel für mögliche weitere Projekte in den 60 betroffenen Kärntner Gemeinden bzw. in anderen österreichischen Gemeinden dienen und somit Teil der jeweiligen Katastrophenschutzpläne werden.


Rückfragehinweis: Büro LH Kaiser
Redaktion: Markus Böhm
Fotohinweis: Büro LH Kaiser