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WIRTSCHAFT

„E-Mobility on Stage“ bei Infineon in Villach

20.10.2016
LH Kaiser und LR Holub bei großer Fach- und Publikumsveranstaltung
E-Autos, E-Motorräder, E-Bikes und E-Schweber bis hin zu Ladetechnologien: Die aktuellsten Innovationen, Produkte und Services mehrerer Produzenten zum Thema Elektro-Mobilität anschauen und ausprobieren kann man heute, Donnerstag, und morgen, Freitag, am Firmengelände von Infineon in Villach. Die Fach- und Publikumsveranstaltung „E-Mobility on Stage“ macht hier nämlich Station. Bei der heutigen Eröffnung verwiesen Landeshauptmann Peter Kaiser und Energielandesrat Rolf Holub auf Kärntens großes Potential in diesem Zukunftsbereich. Nähere Informationen gab es auch schon zuvor im Rahmen einer Pressekonferenz.

Kaiser fuhr bei der Veranstaltungseröffnung stilgerecht mit einem E-Gokart in den Saal. Er bezeichnete E-Mobilität als ein bestimmendes Element von Morgen. Kärnten sei in diesem Bereich bereits gut positioniert, mit dem Mobilitäts- und Energiemasterplan habe man eine Strategie zur Hand und wolle Nachhaltigkeit leben. Klares politisches Ziel sei, wie Kaiser und vor allem auch Holub betonten, die Reduktion des CO2-Ausstoßes im Sinne der Umsetzung des Pariser Klimavertrages.

Holub stellte als zuständiger Referent ebenfalls den Energie- und Mobilitätsmasterplan vor. Mit breiter Beteiligung der Bürgerinnen und Bürger in den Gemeinden und in Arbeitsgruppen sei hier etwas Fruchtbares herausgekommen. E-Mobilität sei vor allem auch in Kärntens ländlichem Raum eine Chance. Bedürfnis der Menschen. Mit dem Mobilitätsmasterplan gehe es Holub neben der Stärkung des Öffentlichen Verkehrs aber auch darum, den Fuß- und Radverkehr zu verstärken. Als erstes Bundesland werde Kärnten den gesamten Personennahverkehr mit der Bahn elektrifiziert haben. Das Land selbst wolle nun Vorbild sein, seinen Fuhrpark teils auf E-Mobilität umstellen sowie die Dienstfahrten mit dem Zug forcieren.

Sabine Herlitschka als Vorstandsvorsitzende der Infineon Technologies Austria AG moderierte die Fragerunde mit Politikern sowie Vertretern aus Firmen, Bildung und Forschung gemeinsam mit Infineon-Finanzvorstand Oliver Heinrich. E-Mobilität ist für Herlitschka ein entscheidender Standortfaktor, der nachhaltige Entwicklung ermögliche. Für Infineon sei sie ein zentrales Thema und „wir tun das aus tiefer Überzeugung“, betonte sie.

Der Präsident von Austrian Mobile Power, Karl Nigl, sagte, dass sich die Initiative aus 37 Mitgliedern zusammensetze. „Wir wollen E-Mobilität auf dem Weg in die Marktdurchdringung zu begleiten“, sagte er und dankte dem Land Kärnten für seine Vorreiterrolle. „E-Mobility on Stage“ wird in Villach von der Plattform Austrian Mobile Power in Kooperation mit Infineon veranstaltet. Austrian Mobile Power wurde 2009 gegründet, die Mitglieder stammen aus den Bereichen Fahrzeugtechnologie, Systemanbieter, Energieversorger, Anwendertechnologien und Interessenvertretung. Ziel ist die Förderung von Elektromobilität in und aus Österreich.

In der Pressekonferenz zuvor ging es um „Zukunft und Chancen der E-Mobilität für Kärnten“. Neben Kaiser und Herlitschka informierten hier Heimo Aichmaier als Geschäftsführer von Austrian Mobile Power und Villachs Bürgermeister Günther Albel. Für Aichmaier ist E-Mobilität mittlerweile „alltagstauglich und angekommen“. Mit „E-Mobility on Stage“ sei man auch nach Kärnten gekommen, weil es ein Tourismusland und Wohnland mit hoher Lebensqualität sei. Eine Studie habe ergeben, dass bis 2030 rund 3,1 Milliarden Euro an Wertschöpfung und rund 33.900 Jobs in den Bereichen E-Fahrzeuge, Lade- und Produktionstechnologien erreicht werden können, so Aichmaier.

Für den Landeshauptmann hat Kärnten eine große Chance, im Bereich E-Mobilität schneller als viele andere einen exemplarischen Charakter zu haben. Die E-Mobilität stehe vor dem großen Durchbruch, meinte er und verwies auf den „Popcorn-Effekt“ (= der Vorfreude erzeugende Geruch, das plötzliche Knacken, das fertige Popcorn). Die entsprechenden Strategien des Landes seien ein „Commitment“. „In enger Zusammenarbeit zwischen öffentlicher Hand, Initiativen und Betrieben wollen wir Nachhaltigkeit mit zwei L, also im Sinne von Nachhall, erzeugen“, so Kaiser. Das entsprechende Grundbewusstsein sei in Kärnten bereits vorhanden, auch durch das Engagement seines Vorgängers, so Kaiser.

Herlitschka sagte, dass man mit „E-Mobility on Stage“ E-Mobilität persönlich erfahrbar machen wolle. Infineon sei ebenfalls Mitglied bei Austrian Mobile Power. In E-Autos würde zudem viel Technologie von Infineon aus Villach und Graz stecken. Am Firmenstandort habe man vier E-Tankstellen und zwei E-Autos. Herlitschka selbst fährt seit einer Woche mit Begeisterung einen Plug-in-Hybrid.

Bürgermeister Albel sagte, dass Villach schon lange Zukunft denke und lenke, er verwies auf das am Landesmasterplan aufbauende Mobilitätskonzept 2035 und den Status als e5-Gemeinde. Villach fördere E-Mobilität, es gebe viele Ladestationen und Gratisparken für E-Fahrzeuge. Viel Potential sieht Albel im Carsharing. Er besitzt seit einer Woche eine von einem Villacher Startup umgesetzte E-Vespa.

Infos unter www.austrian-mobile-power.at


Rückfragehinweis: Büros LH Kaiser/LR Holub
Redaktion: Markus Böhm
Fotohinweis: LPD/Höher