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Zugangsbeschränkung zum Medizinstudium aufheben!

24.10.2016
LHStv.in Prettner: „Zugangsbeschränkung hat einen künstlichen Ärzteengpass in Österreich produziert“ – Sie fordert im Vorfeld der Konferenz der LandesgesundheitsreferentInnen in Graz eine Korrektur dieses Fehlers
Morgen, Dienstag, tagen Österreichs GesundheitsreferentInnen in Graz. Im Vorfeld der Konferenz forderte LHStv.in Beate Prettner heute, Montag, eine Aufhebung der Zugangsbeschränkungen zum Medizinstudium. „Dass die Einführung der Studienplatzbeschränkung im Jahr 2005 ein Fehler war, zeigt sich spätestens jetzt vor dem Hintergrund der Ärzteentwicklung. Dieser Fehler gehört umgehend korrigiert“, appellierte Prettner.

An einem Festhalten der Studienplatzbeschränkung könne niemand mehr interessiert sein, so Prettner: „Die Aufnahmehürde führt schrittweise und unausweichlich zu einem Engpass an Medizinern.“ Die Zahl der Anfänger-Studienplätze für Human- und Zahnmedizin an den öffentlichen Unis ist auf 1620 beschränkt. Laut einer Studie (August 2016) gibt aber ein Drittel der AbsolventInnen an, im Ausland arbeiten zu wollen. Ein weiterer Teil zweigt in die Forschung und Entwicklung ab. Was bleibt, sei eine logische und „hausgemachte“ Lücke.

Es sollte eine Selbstverständlichkeit und das Gebot der Stunde sein, eine genaue Analyse hinsichtlich der zukünftigen medizinischen Versorgung durchzuführen, so Prettner. Wie viele und welche Ärzte wird Österreich in den Jahren 2030, 2050 etc. benötigen? Das Wirtschaftsforschungsinstitut Wifo sagt dem Gesundheitsbereich bis 2020 einen Beschäftigungsanstieg von knapp 8500 Personen pro Jahr voraus – von Ärzten bis zu akademischen Krankenpflegefachkräften. „Dementsprechend sind die Weichen zu stellen“, forderte Kärntens Gesundheitsreferentin.


Rückfragehinweis: Büro LHStv.in Prettner
Redaktion: Susanne Stirn