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Sprungturm in Millstatt wird saniert

25.10.2016
LR Benger: Millstatt investiert über 375.000 Euro in den Sprungturm im Strandbad – Gemeinden setzen Tourismusstrategie um
Damit die Gemeinden die Kärntner Tourismusstrategie umsetzen und die höchste Konzentration südlichen Lebensgefühls in ganz Kärnten durchgängig erlebbar wird, wurde im Land eine neue Förderschiene entwickelt: „Den Berg-Rad-See-Topf im Gemeindereferat gibt es zum ersten Mal. Damit unterstützen wir nachhaltige, touristische Infrastruktur in den drei Kernthemen, die der Tourismusstrategie entsprechen und den Gästetrends entgegen kommen“, erklärt Tourismuslandesrat Christian Benger. Damit sei auch die Durchgängigkeit der Nummer 1-Positionierung des Landes gesichert. Laut Studien reduzieren die Gäste ihren Urlaub nicht mehr nur aufs Baden, sondern wollen die Urlaubsumgebung, Land, Leute, vor allem die Natur kennen lernen und wollen auch etwas erleben. Am See liegen alleine reicht nicht mehr.

Auch die Gemeinde Millstatt investiert im Strandbad nun im Sinne der Tourismusstrategie und verfolgt die Erlebnisinszenierung mit ihrem Projekt: Der Sprung- und Rutschenturm im Strandbad wird saniert und adaptiert, dafür werden über 375.000 Euro aufgewendet. Das Land unterstützt die Maßnahmen mit über 180.000 Euro aus dem Berg-Rad-See-Topf, die Genehmigung seitens des Landesrates ist dieser Tage erfolgt. „Der See und seine Uferzonen müssen erlebbar sein. Gerade der Sprung- und Rutschenturm steigert die Attraktivität des Strandbades wieder“, so Benger.

Die Sanierung des unter Denkmalschutz stehenden Sprungturmes ist nicht nur aus sicherheitstechnischen Überlegungen dringend nötig. Vor einigen Jahren wurde der Turm stillgelegt. „Dieser Turm gilt geradezu als Wahrzeichen des Millstätter Sees. Er soll wieder zu einem Landmark für die gesamte Region werden“. Die Revitalisierung steht auch in Kombination mit dem bereits errichteten Businessbeach, arbeiten, wo andere Urlaub machen. Vor allem die baukünstlerische Wirkung der Gesamterscheinung sollte mit der Sanierung erhalten bleiben, sodass die besondere Architektur des historischen Turms einzigartig bleibt. „Das suchen wir mit der Tourismusstrategie: Einzigartiges, keinen Durchschnitt. Nur mit Besonderem können wir uns abheben und im Wettbewerb bestehen“, erklärt Benger.

Die Holzpfahlreparatur, eine „sanfte“ Betonsanierung, Schlosserarbeiten, der Rutschenbau sowie die Beleuchtung des Turmes werden im Rahmen dieses Projektes erfolgen.

1930 wurde der Sprungturm im Strandbad Millstättersee errichtet und er wurde gleich zu einer großen Attraktion. Die Verbindung von Wasserrutsche und Sprungturm war damals ein absolutes Novum. Sogar europaweit gilt der Turm als unikale Erscheinung in einem Badebetrieb. Errichtet wurde der Turm damals von der Baufirma Ed. Ast & Co Ingenieure aus Graz. Sie haben das französische Patent für Eisenbetonkonstruktionen erworben und weiterentwickelt.


Rückfragehinweis: Büro LR Benger
Redaktion: Robitsch
Fotohinweis: Büro LR Benger