News

WIRTSCHAFT

Erstmals Förderung für Gasthäuser im ländlichen Raum

27.10.2016
LR Benger: Gasthäuser im ländlichen Raum sind Notwendigkeit für aktive Orte - Neueste KWF-Förderung: Qualitätsverbesserung in Gastronomiebetrieben im ländlichen Raum

„Die Wichtigkeit unserer Gastronomiebetriebe in den Tälern und Regionen Kärntens ist bekannt. Doch fordern die Gäste auch in den Gasthäusern abseits des Zentralraumes Qualität ein. Erstmals gibt es eine Förderung für die Gasthäuser im ländlichen Raum“, berichtete heute, Donnerstag, LR Christian Benger. Die Ausschreibung sei ein Versuch, habe es ein Förderprogramm dieser Art bis dato nicht gegeben.

Aber wie auch in anderen Bereichen sei auf dieser Ebene jede Art der Qualitätsverbesserung wichtig für den Weiterbestand. Die Förderrichtlinie des KWF nennt sich Qualitätsverbesserungen in Gastronomiebetrieben im ländlichen Raum und funktioniert über einen zinsenfreien ERP-Kleinkredit mit sechs Jahren Laufzeit und einem Jahr tilgungsfrei sowie einem nicht rückzahlbaren KWF-Zuschuss in Höhe von 20 Prozent. Gefördert werden Neuinvestitionen zwischen 10.000 und 300.000 Euro, wie beispielsweise Küchenausgestaltungen, Sanitäreinrichtungen, Gastraumausstattungen und Gastraum-Außenbereiche wie Fassaden, Gastgärten oder Markisen und mehr.

„Wir stärken den ländlichen Raum, in dem wir die Strukturen erhalten. Doch ist auch da ein Maß an Qualität ein Muss“, so Benger. Die neue Richtlinie ist bereits zu beantragen, sie läuft bis 15. Dezember 2016. Die Unterlagen können bis sechs Monate nach Antragstellung nachgereicht werden, der Projektdurchführungszeitraum endete am 31. Juni 2018. Gastronomiebetriebe in Gemeinden mit mehr als 30.000 Einwohnern können mit dieser Richtlinie nicht gefördert werden.

„Regionalität betrifft alles: das Einkaufen und Verarbeiten heimischer Lebensmittel, sowie ins Gasthaus im Ort gehen oder beim Verein vor Ort aktiv sein. Wir brauchen aktive Ortschaften und dazu gehört ein Wirtshaus“, hielt Benger fest.

Es gehe laut Benger um Investitionen, die die Wettbewerbsfähigkeit steigern, die Arbeits- und Ausbildungsplätze sichern und vor allem um die gastronomische Nahversorgerfunktion der Gasthäuser am Land erhalten. Projekte bis maximal 300.000 Euro werden unterstützt. Das Projekt läuft über KWF und ÖHT; nur ein Antrag ist zu stellen.

Informationen:

Ida Tomaschitz, KWF Kärntner Wirtschaftsförderungsfonds, 0463 55 800-10

Mario Klaffl, Österreichische Hotel- und Tourismusbank GmbH, 01 515 30-76


Rückfragehinweis: Büro LR Benger 
Redaktion: Robitsch/Stirn