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Pariser Klimaabkommen: Kärnten setzt Klimaschutzmaßnahmen um

04.11.2016
LR Holub: Heute, Freitag, tritt historisches Klimaschutzabkommen in Kraft - Kärnten setzt mit Energie- und Mobilitätsmasterplan regionalen Klimaschutz um

„Mit dem großen Erfolg auf der Pariser UN-Weltklimakonferenz 2015 haben sich 195 Staaten zu umfassenden Klimaschutzmaßnahmen bekannt. Nach nur elf Monaten tritt dieses Abkommen - der erste global verbindliche UN-Weltklimavertrag - mit dem heutigen Tag in Kraft. Damit ist auch die Verpflichtung verbunden, auf regionaler Ebene Maßnahme für den Klimaschutz zu treffen. Kärnten leistet mit der Umsetzung des Energie- und des Mobilitätsmasterplans einen großen Beitrag zu mehr Klimaschutz“, betonte heute, Freitag, Umweltreferent LR Rolf Holub.

Kärnten werde mit dem Ausbau der Erneuerbaren Energien und der Stärkung des Öffentlichen Verkehrs seine Klimabilanz deutlich verbessern. Bereits jetzt habe Kärnten schon einen Anteil an Erneuerbarer Energie im Gesamtendenergieverbrauch von rund 53 Prozent. Ziel sei die 100 prozentige CO2-neutrale und atomfreie Energieversorgung in den Bereichen Strom und Wärme bis 2025 sowie bis 2035 auf dem Mobilitätssektor.

Mehr Tempo fordert Holub auch von der österreichischen Bundesregierung. „Der Bund muss sich ein Beispiel an der Umsetzung ambitionierter Klimaschutzmaßnahmen in den Ländern nehmen. Jetzt ist es an der Zeit, ambitioniert zu handeln. Schöne Worte allein reichen nicht mehr“, so Holub in Richtung von Umweltminister Andrä Rupprechter. Die Chancen, die in einer 100-prozentigen Energiewende liegen, müssen endlich auch von Bundesseite erkannt werden. „Es braucht dringend eine Novelle des Ökostromgesetzes, um bei der Energiewende zumindest einen Schritt weiterzukommen“, so Holub. Dies würde vor allem Erleichterungen bei Photovoltaik- und Biogasanlagen mit sich bringen. Bisher seien von der Bundesregierung seit Paris keine gesetzlichen Maßnahmen für die Energiewende gesetzt worden. „Der Klimawandel lässt sich von einer Bundesregierung im Schneckentempo nicht aufhalten“, betonte Holub. Daher müssten jetzt von Seiten der Bundesregierung mutige Sofortmaßnahmen wie beispielsweise die Einführung einer flächendeckenden LKW-Maut oder die verstärkte Förderung der E-Mobilität in Angriff genommen werden.


Rückfragehinweis: Büro LR Holub
Redaktion: Rauber/Zeitlinger