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Pflegeeltern in Kärnten – ein unverzichtbarer Dienst an der Gesellschaft

05.11.2016
LHStv.in Prettner: Fortbildungen sollen im Alltag unterstützen
In Kärnten gibt es derzeit 249 Pflegeeltern, die sich bereit erklärt haben, ein oder mehrere Pflegekinder in der eigenen Familie aufzunehmen und bestmöglich zu begleiten. Insgesamt sind aktuell 294 Kinder in dieser Form untergebracht. Eine neue Lebenssituation für alle Beteiligten, die große Herausforderungen und Verantwortung mit sich bringt. „Aus diesem Grund wurden im Kinder- und Jugendhilfegesetz auch jährliche Schulungen verankert, um die Pflegeeltern bestmöglich in ihrer ehrenvollen Aufgabe zu bestärken“, erklärte Kärntens Sozialreferentin LHStv.in Beate Prettner. Heute, Samstag, fand ein solcher Fortbildungskurs in Klagenfurt statt, an dem 150 Pflegeeltern und auch rund 70 Kinder teilnahmen. Organisiert wurde dieser vom Land Kärnten in Kooperation mit dem SOS Kinderdorf.

„Es werden in Kärnten weiterhin und laufend Pflegefamilien gesucht! Für Kinder, die aus unterschiedlichen Gründen nicht bei ihrer leiblichen Familie leben können - besonders für Säuglinge und Kleinkinder - bedeutet die Aufnahme in eine Pflegefamilie, eine große Chance in familiärer Geborgenheit aufwachsen zu können“, betonte Prettner. Das Engagement von Pflegefamilien für die betroffenen Kinder und ihre Eltern, aber auch für unsere ganze Gesellschaft, könne nicht hoch genug wertgeschätzt werden. „Wir suchen Menschen - mit oder ohne eigene Kinder - die mit beiden Beinen fest im Leben stehen und die sich vorstellen können, einem oder mehreren Kindern einen Platz in ihrer Familie zu geben“, riet Prettner allen Interessierten sich für weitere Informationen gleich an die zuständige Bezirksverwaltungsbehörde (Referate für Jugend und Familie) oder beim Land Kärnten an Frau Andrea Hartlieb (Tel.: 050 536 14605) zu wenden.

Die heutige Fortbildung stand unter dem Thema „Wenn Grenzen überschritten werden…“ – Umgang und Bewältigungsmöglichkeiten bei Grenzüberschreitungen und Krisenszenarien in der Pflegefamilie. Nach einem Impulsvortrag zum Thema standen Workshops am Programm, in denen gemeinsam Methoden, Bewältigungsmöglichkeiten und Vorbeugungen von Krisenszenarien erarbeitet wurden.

Rückfragehinweis: Büro LHStv.in Prettner
Redaktion: Leifert/Stirn