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Tag des Apfels: Kärntner Äpfel heuer Mangelware

10.11.2016
LR Benger: 80 Prozent Ernteeinbußen machen Apfelbauern das Leben schwer - Statt 900 Tonnen Ernte nur rund 200 Tonnen
„Heuer ist der Tag des Apfels eher ein Tag der Ernteeinbußen. Denn statt 900 Tonnen Äpfel konnten unseren Obstbauern nur rund 200 Tonnen ernten“ teilte heute, Donnerstag, Agrarreferent LR Christian Benger mit .Frost, Schneebruch und Hagel haben den Obstbauern heuer im April, Mai ordentlich zugesetzt. 80 Prozent machen die Ernteausfälle aus, bei Beeren und Steinobst beträgt der Ausfall sogar 100 Prozent. „Ein echtes Katastrophenjahr für die Intensivobstkulturen. Da geht es an die Existenz der Bauern“, so Benger. Der Tag des Apfels ist morgen, Freitag, am 11. November.

Wenigstens können keine langfristigen Schäden an den Obstbäumen festgestellt werden, die Holzreife sei in Ordnung. Es seien auch genügend Knospen-Ansätze fürs nächste Jahr vorhanden. „Damit hält sich ein nachhaltiger Schaden in Grenzen“, teilte Benger mit. Das Land habe versucht, mit Entschädigungszahlungen die Existenzbedrohung der Obstbauern abzufangen. „Es geht aber nicht nur um den Ernteausfall alleine. Es steckt auch viel Arbeit hinter dem Intensivobstbau. Außerdem appellieren wir immer, dass mehr Bauern in den Intensivobstbau einsteigen sollen“, so Benger.

Ausbezahlt wurden für 66 Hektar betroffene landwirtschaftliche Obst- und Erdbeerkulturen in Summe 166.670 Euro. 25 Hektar davon waren reine Apfelkulturen.

Der Ernteausfall habe laut Benger natürlich auch wesentlichen Einfluss auf die Versorgung mit heimischen Obst. „Unsere Bemühungen, das Bewusstsein für heimische Produkte zu stärken, werden trotz dieser Ereignisse nicht enden. Unser Bestreben ist, es wenigstens Obst aus Österreich in den Handel zu bringen“, so Benger.

Auch auf die Schulobstaktion hat der Ernteausfall Auswirkungen. Immerhin werden jede Woche 4.556 Kilogramm heimisches Obst und Gemüse an 222 Volksschulen, 204 Kindergärten und 22 weitere Einrichtungen geliefert. Der Zuspruch zu dieser Aktion ist enorm. 232.070 Euro gibt es für die Schulobstaktion von Seiten der EU für das laufende Schuljahr. Die Gemeinden unterstützen die Aktion mit weiteren 86.855 Euro und aus dem Agrarreferat fließen 30.000 Euro. Über 5.000 Euro zahlen die Schulen und Kindergärten.

„Mit diesem steigenden Interesse, haben auch mehr Gemüsebauern ihr Interesse bekundet, an der Aktion teilzunehmen. Das Bewusstsein für heimische Lebensmittel kann man nicht früh genug schärfen“, stellte Benger fest.


Rückfragehinweis: Büro LR Benger
Redaktion: Robitsch/Zeitlinger
Fotohinweis: Büro LR Benger