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POLITIK

Kärntner Soldaten luden zum Jahresempfang

10.11.2016
LH Kaiser: Stellenwert des Bundesheeres ist gewachsen – Früherer Katastrophenschutzbeauftragter des Landes, Egon Rauter, ist „Wehrpolitischer Kärntner des Jahres“
 Zum traditionellen Jahresempfang in den großen Speisesaal der Klagenfurter Windisch-Kaserne luden heute, Donnerstag, die Kärntner Soldatinnen und Soldaten. Seitens der Kärntner Landesregierung waren Landeshauptmann Peter Kaiser und Landesrat Christian Benger unter den vielen Gästen. Hauptthema der Ansprachen war der durch die aktuellen Herausforderungen gesteigerte Stellenwert des Bundesheeres. Hervorgehoben wurden auch die enge Partnerschaft und gute Zusammenarbeit des Bundesheeres mit Behörden, Institutionen und Organisationen in Kärnten. Einer, der gerade in diesem Sinne viel bewirkt hat, wurde als „Wehrpolitischer Kärntner des Jahres“ ausgezeichnet: der kürzlich pensionierte Katastrophenschutzbeauftragte des Landes Kärnten, Egon Rauter.

Er blicke viel hoffnungsvoller auf das Bundesheer als noch vor einem Jahr, betonte der Landeshauptmann in seinen Grußworten. Er verwies auf den Erhalt der Bleiburger Goiginger Kaserne, die Wiedereinrichtung des Hubschrauberstützpunktes Klagenfurt, die Stärkung des Militärkommandos Kärnten und damit einhergehend die Schaffung von 280 Arbeitsplätzen sowie die Aufwertung der Militärmusik Kärnten. Positive Gespräche gebe es mit Verteidigungsminister Hans Peter Doskozil in Bezug auf den Kasernenstandort Villach. „Der Stellenwert des Bundesheeres ist gewachsen“, so Kaiser. Er dankte dem Bundesheer für den gelebten Partnerschaftsgedanken. „Gemeinsam mit dem Bundesheer und allen Institutionen und Organisationen haben wir mehrfach unsere Schlagkraft unter Beweis gestellt“, betonte Kaiser und verwies auf das aktuelle Beispiel Afritz, aber auch die grenzüberschreitenden Übungen.

Militärkommandant Walter Gitschthaler hob den 20. Feber 2014 als für das Bundesheer markantes Datum hervor. An diesem Tag haben die Demonstrationen auf dem Majdan in Kiew begonnen. Weitere Ereignisse seien dazugekommen, die Flüchtlingskrise und Terroranschläge in Europa. Das habe zu einem Umdenken geführt, das Bundesheer sei als – gemeinsam mit Exekutive und Einsatzorganisationen – wesentlicher Faktor der Sicherheitspolitik erkannt worden. „Seitdem wird das Bundesheer auf- und nicht mehr abgerüstet“, so Gitschthaler. Er sagte, dass bis 2020 1,2 Milliarden Euro in Ausrüstung und Gerät und 500 Millionen Euro in Infrastruktur investiert werden sollen. 9.800 Arbeitsplätze sollen damit geschaffen bzw. gesichert werden. „Das Bundesheer ist im Aufwind“, meinte der Militärkommandant und verwies ebenfalls auf die in unkomplizierter Zusammenarbeit mit den anderen Organisationen durchgeführten Einsätze im Rahmen der Flüchtlingsproblematik und in Afritz.

Die Laudatio für Egon Rauter als „Wehrpolitischen Kärntner des Jahres“ hielt Oberst Arno Kronhofer vom Militärkommando Kärnten. Rauter habe einen wesentlichen Beitrag zum funktionierenden Miteinander der Einsatzorganisationen in Kärnten geleistet. Nicht umsonst würde eine gemeinsame Übungsreihe den Titel „Combined Success“, also gemeinsamer Erfolg, tragen, so Kronhofer.

Unter den zahlreichen Gästen waren auch die beiden Landtagspräsidenten Reinhart Rohr und Rudolf Schober, Landesamtsdirektor Oberst Dieter Platzer und sein Stellvertreter Markus Matschek, die Landtagsabgeordneten Isabella Theuermann und Barbara Lesjak, Prälat Michael Kristof und Superintendent Manfred Sauer, der slowenische Generalkonsul Milan Predan, Landespolizeikommandantin Michaela Kohlweis, der Kommandant der 7. Jägerbrigade, Brigadier Jürgen Wörgötter, sowie die Klagenfurter Vizebürgermeister Jürgen Pfeiler und Christian Scheider.


Rückfragehinweis: Büro LH Kaiser
Redaktion: Markus Böhm
Fotohinweis: Militärkommando Kärnten/Arno Pusca