News

LOKAL

Drei Messen unter einem Dach

11.11.2016
BM Stöger eröffnete Familien-, Brauchtums- und Gesundheitsmesse – LH Kaiser: Kärnten geht nach Hypo/Heta Lösung in selbstbestimmte Zukunft - LR Benger: 100.000 Menschen in Kärnten vermitteln Tradition und Brauchtum

Die Familien, Brauchtum und die Gesundheitsmesse „Gesund Leben“ wurden heute, Freitag, am Klagenfurter Messegelände von Sozialminister Alois Stöger im Beisein der Regierungsmitglieder Landeshauptmann Peter Kaiser, und der Landesräte Gernot Darmann, Christian Benger und Rolf Holub offiziell eröffnet. 450 Aussteller aus acht Nationen zeigen bis Sonntag alles rund um Gesundheit, Senioren, Brauchtum, Familie, Kunst und Hobby. Zu den Programmhighlights gehören unter anderen Volkskulturelle Darbietungen, die Delirio-Hypnoseshow, die Gesundheits-Lounge und Seminare und Workshops mit Robert Betz & Penny Mc Lean im Rahmen der „gesund&glücklich“-Messe.

Der Sozialminister strich in seiner Rede den sozialen Zusammenhalt in der Gesellschaft und im Gesundheitsbereich ebenso hervor wie die Bedeutung des Brauchtums in unserer schnelllebigen Zeit. „Kärntens politische Vertreter haben in den letzten Monaten, in denen es nicht so einfach war, diesen Zusammenhalt eindrucksvoll demonstriert und sachlich zum Wohle des Landes agiert“, gratulierte er Landeshauptmann Peter Kaiserund seinen Regierungskollegen zur heta-Lösung. Im Gesundheits- und Pflegebereich ist für den Minister die Aufklärungsthese „Alle Menschen sind gleich“ wichtiger denn je. „Gesundheit, Pflege und Familien brauchen die staatliche Unterstützung. Im neuen Finanzausgleich bekommen die Bundesländer und Gemeinden für die Gesundheit und Pflege 164 Millionen Euro mehr“, teilte er mit.

In Bezug auf das Brauchtum stellte Stöger fest, dass dieses den Menschen in einer Welt der permanenten Veränderungen Sicherheit gäbe. „Achten sie darauf Traditionen aufrechtzuerhalten aber auch stets neue Ideen aufzunehmen“, lautete sein Apell.

Der Landeshauptmann hob die Bedeutung der drei Messen unter einem Dach hervor. „Sie ist eine tolle Leistungsschau und für jeden ist hier etwas dabei“, so Kaiser. Thematisiert wurden von ihm auch die erfolgreiche Hypo/Heta Lösung. „Mit ihr geht Kärnten in eine selbstbestimmte Zukunft und wir haben nun wieder zahlreiche Möglichkeiten Kärnten weiterzuentwickeln.“Explizit wurden von ihm die erfolgreichen Finanzausgleichsverhandlungen erwähnt, die aktuellen erfreulichen Arbeitsmarktzahlen mit der sinkenden Jugendarbeitslosigkeit, die zurückgehenden Insolvenzen, die Bauoffensive und die Sachgüterproduktion. „Das sind alles Indikatoren, die optimistisch stimmen. Kärnten gewinnt wieder an Attraktivität, sowohl für Investoren, Unternehmer aber auch als Lebens- und Familienland.

Die drei Messethemen, Brauchtum, Gesundheit und Familie, spiegeln für Kaiser die Attraktivität Kärntens hervorragend wider. „Brauchtum ist jener Bereich wo Identifikation stattfindet. Es steckt nicht nur Vergangenheit in ihm, sondern auch der Blick in die Zukunft“. In Bezug auf die Gesundheitsversorgung sei Kärnten das Gesundheitsland mit optimalen Gesundheitseinrichtungen. Unmissverständlich stelle der Landeshauptmann fest, dass er es nicht zulassen werde, bestehende Strukturen im Gesundheitsbereich zu zerschlagen. Als Familienland seien in Kärnten viele Maßnahmen gesetzt worden, welche von unschätzbarem Wert seien und es lebenswert machen. Kaiser verwies dabei auf das saubere Wasser, die gesunde Umwelt und seine Natur. Ebenso wies er auf den starken Familienzusammenhalt und die Solidarität bei der Unwetterkatastrophe in Afritz hin.

„Brauchtum schafft Identität Brauchtum ist Heimat. Mit der Brauchtumsmesse holen wir alle vor den Vorhang, die freiwillig und ehrenamtlich volkskulturelle Leistungen das ganze Jahr über erbringen“, stellte Benger fest. Für ihn als Brauchtumsreferenten sei die Brauchtumsmesse der Höhepunkt im Jahr des Brauchtums und damit ein Bekenntnis zu Tradition, Leistung, Eigenverantwortung und Wertschätzung gegenüber allen Vereinsmitgliedern.

Laut Benger pflegen und vermitteln über 100.000 Menschen in Kärnten Tradition und Brauchtum und schaffen damit Heimat-Stolz. „Bis Sonntag stehen diese Menschen und unser Brauchtums-Schatz im Mittelpunkt. Ihnen geben wir die Bühne, um Danke zu sagen und damit sie sich selbst präsentieren können“, betonte Benger. Laut dem Brauchtumsreferenten werde es auch 2017 wieder einen volkskulturpolitischen Schwerpunkt geben.

Wirtschaftskammer-Vizepräsident Günther Bürger stellte fest, dass die Volkskultur und die Gesundheit wichtige Wirtschaftsfaktoren des Landes seien. Kritische Worte gab es von ihm zur Vereinbarkeit von Familie und Beruf. „Für junge Familien fehlt eine ideale Lösung. Wir brauchen mehr Kinderbetreuungseinrichtungen am Land und flexiblere Arbeitszeiten“, lautete seine Forderung.

Messepräsidentin und Klagenfurts Bürgermeister Maria-Luise Mathiaschitz hob die Bedeutung der Messe als stimmungsvoller und emotionaler Ausklang für die gesamte Familie zur Adventzeit hervor. Sie begrüßte bei der von der Neuen Musik Mittelschule Gmünd musikalisch umrahmten Eröffnung Vertreter der Politik, des diplomatischen Corps, der Kirche, der Exekutive, der Verwaltung und der Medien.


Rückfragehinweis: Büro LH Kaiser, Büro LR Benger
Redaktion: Michael Zeitlinger
Fotohinweis: LPD/Just