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Vogelgrippe: Kärnten ist gerüstet

11.11.2016
LR Benger: Kärntens Krisenplan steht – Übertragung über Vorarlberg nach Kärnten unwahrscheinlich

 Der Vogelgrippe-Fall in Vorarlberg verunsichert auch in Kärnten Geflügelbetriebe und Konsumenten. Agrarreferent LR Christian Benger kann aber beruhigen: „Wir haben einen Krisenplan, der sofort in Aktion tritt, wenn ein Fall auftritt. Doch ist eine Übertragung von Vorarlberg nach Kärnten sehr unwahrscheinlich, weil der Vogelzug nach Süden nicht über Kärnten erfolgt, sondern vom westlichsten Bundesland direkt in den Süden führt“, gibt Benger heute, Freitag, bekannt.

Kärnten sei aber gewappnet, da man die Vogelgrippe auf Grund anderer Flugrouten nicht ausschließen könne. Immerhin sei die Vogelgrippe in sechs europäischen Ländern wie Deutschland, Schweiz, Ungarn, Polen und Dänemark aufgetreten. Werde daher ein toter Wildvogel in Kärnten gefunden, erfolge eine sofortige Untersuchung und bei einem bestätigten Vogelgrippe-Fall trete sofort der Krisenplan in Kraft. Bei einem Vogelgrippe-Fall in einem Betrieb werde dieser gänzlich geräumt, desinfiziert und um den Betrieb werde eine Sperrzone von drei Kilometern errichtet. Innerhalb dieser würden die Amtstierärzte jeden Betrieb mit Geflügel untersuchen. Außerdem trete die Geflügelpestverordnung des Bundes in Kraft, die eine Stallpflicht für Hausgeflügel und andere Vögel, die als Haustiere gehalten werden, vorsehe.

„Das ist ein Schutz, um die Ausbreitung einer Vogelgrippe zu verhindern“, so Benger. Auch sollte Hausgeflügel nicht das Wasser zu trinken bekommen, zu dem Wildvögel Zugang haben. „Unsere Geflügelbauern sind angehalten, ihre Tiere genau zu beobachten. Auffällig ist, wenn die Tiere Futter oder Wasser verweigern oder verformte Eier legen. In diesem Fall ist sofort die jeweilige Bezirkshauptmannschaft zu informieren“, sagt Benger.
Der Wert des Tier-Bestandes eines geräumten Betriebes wird entsprechend des Tierseuchengesetzes vom Bund ersetzt.


Rückfragehinweis: Büro LR Benger
Redaktion: Robitsch/Sternig