News

LOKAL

Immer mehr Lehrlinge am Bau: Bestbieterprinzip wirkt

12.11.2016
LHStv.in Schaunig: Neue Kärntner Spielregeln bei öffentlichen Bauaufträgen tragen Früchte - 20 Prozent mehr Lehrlinge bei heimischen Baufirmen
„Jobs für die Menschen, Ausbildungsplätze für die Jungen, Aufträge für die heimischen Betriebe – das sind die übergeordneten Ziele der Maßnahmen, die wir setzen“, sagt Finanzlandesrätin LHStv.in Gaby Schaunig, heute Samstag. Regelmäßig werde überprüft, ob die gewünschten Effekte auch eintreten.

„Besonders erfreulich und ein mehr als deutliches Signal sind nun die aktuellen Zahlen am Lehrstellenmarkt“, berichtet die Arbeitsmarktreferentin. Die Kärntner Baubetriebe hätten heuer um 20 Prozent mehr Lehrlinge aufgenommen als vor einem Jahr. „Dies ist unmittelbar auf das neue Bestbieterprinzip zurückzuführen, das wir zuerst bei öffentlichen Bauaufträgen und dann auch im gemeinnützigen Wohnbau eingeführt haben“, betont Schaunig. Dieses Bestbieterprinzip beinhalte neben einer ganzen Reihe von bestimmten Vergaberichtlinien auch die Bevorzugung von Unternehmen, die Lehrlinge beschäftigen.

„Vor allem die regionalen und kleinen Unternehmer in der Baubranche, die Lehrlinge ausbilden, ältere Arbeitnehmer beschäftigen und ihr Personal schulen, profitieren von diesen neuen Spielregeln, die gemeinsam mit den Sozialpartnern und Standesvertretungen ausgearbeitet wurden“, sagt Schaunig. Dies lasse sich nicht nur in den Steigerungsraten in der Bauwirtschaft ablesen, sondern nun erfreulicherweise auch bereits in den Lehrstellenzahlen. Allein die Einzellehre Tiefbauer/in hätten heuer in Kärnten um 33 Prozent mehr junge Menschen antreten können als im Vorjahr. In der Einzellehre Maurer/in habe es um 25 Prozent mehr Lehrplätze gegeben.

Österreichweit gibt es nur ganz geringe Zuwachszahlen bei den Lehrstellen in der Bauwirtschaft (2,31 Prozent). Einige Bundesländer wie Niederösterreich oder Oberösterreich verzeichnen sogar starke Rückgänge.


Rückfragehinweis: Büro LHStv.in Schaunig
Redaktion: Matticka/Sternig