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Arbeitsmarkt: Beschäftigung in Kärnten weiter auf Rekordniveau

15.11.2016
LH Kaiser und LHStv.in Schaunig: Konsequenter Anstieg der Beschäftigten und nachhaltige Senkung der Arbeitslosigkeit bestätigen Weg und machen Kärnten Mut für Zukunft
Kärnten erreichte im September und im Oktober Monatshöchstwerte bei der Beschäftigung, gleichzeitig sinkt seit April dieses Jahres auch die Zahl der Arbeitslosen. Ende Oktober 2016 standen in Kärnten insgesamt 208.334 Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer in einem Beschäftigtenverhältnis. Damit hebt sich Kärnten von der bundesweiten Entwicklung positiv ab. Gegenüber dem vergleichbaren Vorjahresmonat errechnet sich eine Zunahme um 2.736 Beschäftigte oder 1,3 Prozent. „Das ist der höchste Oktober-Beschäftigtenstand, der jemals in Kärnten verzeichnet werden konnte“, zeigten sich heute, Dienstag, Landeshauptmann Peter Kaiser und Arbeitsmarktreferentin LHStv.in Gaby Schaunig erfreut.

„Die nachhaltige Verbesserung am Arbeitsmarkt zeigt, dass unsere Maßnahmen, wie beispielsweise die Kärntner Bauordnung, der territoriale Beschäftigungspakt, die Akademiker-Initiative und die Bauinvestitionen, wirken“, betonte der Landeshauptmann. „Investitionen von Unternehmen und die Schaffung von Arbeitsplätzen zeigen auch, dass das Vertrauen in Kärnten weiter zunimmt und bestätigen, dass wir am richtigen Weg sind“, sagte Schaunig.

Kärnten erhole sich weiter und werfe schwere Bürden der Vergangenheit nach und nach ab. Nach der Befreiung von den Hypo-Fesseln gehe es weiter bergauf, sagte der Landeshauptmann. „Wir sehen den Turnaround am Arbeitsmarkt als Auftrag, weiter konsequent zu arbeiten, um die Zahl der Beschäftigten noch weiter zu erhöhen, und die Arbeitslosigkeit zu senken“, so Kaiser und Schaunig.

Der deutliche Anstieg ist auf die günstige Arbeitskräftenachfrage in vielen Bereichen der Produktion, aber auch der Bauwirtschaft und in Teilen des Dienstleistungssektors zurückzuführen. Sowohl bei den Männern (+ 1.367 bzw. + 1,2 Prozent) als auch bei den Frauen (+ 1.369 bzw. + 1,4 Prozent) waren die Beschäftigtenzuwächse beachtlich. Die größten Beschäftigtenzunahmen wurden in Kärnten in den Bereichen „Unternehmensberatung“ (+ 43,1 Prozent), „Herstellung von Kraftwagen und Kraftwagenteilen“ (+ 33,1 Prozent), „Herstellung von Textilien“ (+ 24,5 Prozent), „Werbung und Marktforschung“ (+ 8,8 Prozent), „Sozialwesen“ (+ 8,8 Prozent), „Reparatur und Installation von Maschinen und Ausrüstungen“ (+ 8,7 Prozent), „Gebäudebetreuung, Garten- und Landschaftsbau“ (+ 8,6 Prozent) sowie „Herstellung von pharmazeutischen Erzeugnissen“ (+ 7,8 Prozent) erzielt. Größere Beschäftigtenverluste gab es hingegen in den Sparten „Herstellung von Leder, Lederwaren und Schuhen“ (- 18,0 Prozent), „Getränkeherstellung“ (- 14,0 Prozent) sowie „Erbringung von Dienstleistungen des Sports, der Unterhaltung und Erholung“ (- 11,9 Prozent).

Ende Oktober 2016 waren bei den Kärntner Arbeitsämtern insgesamt 24.121 Arbeitsuchende vorgemerkt. Damit konnte der Vorjahreswert um 259 Arbeitslose oder 1,1 Prozent unterschritten werden (Österreich: + 0,4 Prozent). Durch die derzeit günstige Arbeitskräftenachfrage im Produktionssektor und in der Bauwirtschaft ergab sich bei den Männern ein Rückgang um 175 oder 1,4 Prozent, bei den Frauen (- 84 bzw. - 0,7 Prozent) fiel der Rückgang etwas geringer aus.

Arbeitslose Jugendliche (von 15 bis unter 25 Jahren) wurden zum aktuellen Stichtag 2.956 gezählt, woraus sich zum Vorjahr eine erfreuliche Abnahme um 264 oder 8,2 Prozent errechnet (Österreich: - 6,3 Prozent). Die Arbeitsmarktreferentin zeigt sich mit diesen aktuellen Zahlen zufrieden, „dennoch sei jeder Jugendarbeitslose einer zu viel“, sind sich Kaiser und Schaunig einig.

Bei den 7.213 älteren Arbeitslosen (über 50 Jahre) ergibt sich eine Zunahme um 247 oder 3,5 Prozent (Österreich: + 6,4 Prozent). In der Problemgruppe der Langzeitarbeitslosen (mit einer Vormerkdauer von über einem Jahr) wurden 3.977 Personen verzeichnet, womit im Vergleich zum Vorjahr ein beträchtlicher Anstieg (+ 14,3 Prozent) erkennbar wird (Österreich: + 27,0 Prozent).

Die Situation auf dem Lehrstellenmarkt hat sich seit dem Sommer deutlich verbessert. Ende Oktober 2016 standen den 380 Lehrstellensuchenden 236 sofort verfügbare offene Lehrstellen gegenüber. Das ergibt einen Fehlbestand von 144 Lehrplätzen, um den Bedarf gänzlich abdecken zu können. Im Juli betrug der Fehlbestand noch 505 Lehrplätze. Im Vergleich zum Vorjahr konnte die Zahl der Lehrstellensuchenden um 12,6 Prozent verringert werden, wogegen sich die Zahl der offenen Lehrstellen um 27,6 Prozent erhöht hatte.


Rückfragehinweis: Büros LH Kaiser, LHStv.in Schaunig
Redaktion: Kohlweis/Sternig