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27. Volksgruppenkongress – Auftakt im neuen Domizil

17.11.2016
LH Kaiser und Peter Karpf, Leiter des Volksgruppenbüros, erfreut über positive Entwicklung
Im neuen Domizil am Standort Bahnhofplatz 5 im ehemaligen „Haus der Volkskultur“ ging heute, Donnerstag, der Auftakt zum 27. Europäischen Volksgruppenkongress über die Bühne. Im Rahmen einer Pressekonferenz präsentierten Volksgruppenreferent LH Peter Kaiser und Peter Karpf, Leiter des Volksgruppenbüros, nicht nur die neue Dienst- und Servicestelle, sondern gaben auch einen Ausblick auf die Veranstaltungsreihe im Rahmen des Kongresses. Dem Dialogforum folgen heute eine Podiumsdiskussion mit dem Thema „Echo eines Jahrhunderts: Perspektiven für Kärnten 2020“, die Eröffnung der „VI. Ars Pannonica – Internationale Ausstellung für bildende Kunst“ sowie die Eröffnung des Kongresses im Konzerthaus Klagenfurt morgen, Freitag.

Das Volksgruppenbüro sei im Jahr 1990 entstanden, um der Volksgruppe einen besseren Zugang zur Landesverwaltung zu ermöglichen. „Ich kann mich noch gut an meinen Besuch als Abgeordneter beim ersten Volksgruppenkongress im Warmbader Hof in Villach erinnern. Damals wäre ich nicht davon ausgegangen, dass ihm eine so lange Geschichte beschieden sein wird“, so Kaiser. Man habe sich aber permanent weiterentwickelt und erfülle heute verschiedenste Aufgaben. Übersetzungs- und Dolmetschdienste, Projekt- und Veranstaltungsmanagement, die Koordination des Menschenrechtspreises sowie der Gedenkkultur in Kärnten und das slowenische Formularwesen sind nur einige Schwerpunkte, mit denen sich das Team des Volksgruppenbüros auseinandersetzt. Mit der Unterzeichnung des Memorandums betreffend zweisprachiger topographischer Aufschriften, die Amtssprache sowie Maßnahmen für die Zusammenarbeit mit der slowenischen-sprachigen Volksgruppe im Jahr 2011 wurde auch die Entwicklung eines Dialogforums für die Entwicklung des gemischtsprachigen Gebietes festgeschrieben. Ein solches findet ebenfalls heute statt. Behandelt wird die Frage zweisprachiger Straßenbezeichnungen in St. Jakob im Rosental sowie Themen des zweisprachigen Unterrichts.

„Ich orte derzeit, dass Populismus mehr und mehr zu einem Stilelement der Politik wird. Wenn mit einfachen Worten versucht wird, eine Mehrheit zu erreichen, besteht die Gefahr, dass Minderheiten zum Ziel werden“, warnte der Landeshauptmann. Er glaube daher, dass es wichtig sei, wachsam zu sein. „Ich werde nicht zulassen, dass über irgendwelche Wege versucht wird, die Volksgruppe für politische Zwecks zu missbrauchen“, versprach Kaiser. Kärnten stehe vor großen Herausforderungen und man müsse daher den Blick in Richtung Zukunft wenden. „Mir ist wichtig, dass aus dem Geschichtlichen auch immer Zukunftsperspektiven geschaffen werden“, betonte Kaiser.

Dankbar für die gute Zusammenarbeit aller zeigte sich Karpf. Er war von Anfang an im Volksgruppenbüro und sei höchst erfreut nicht nur über die zu behandelnden Inhalte sondern auch über die bisherigen Ergebnisse.


Rückfragehinweis: Büro LH Kaiser
Redaktion: Susanne Stirn
Fotohinweis: LPD/Just