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Genussland Kärnten reloaded

18.11.2016
LR Benger: „Kulinarisches Netzwerk“ macht neue Genussland-Kooperationen möglich – Mehr Regionalität, Qualität, Vernetzung und Durchblick für Konsumenten

„Nichts bleibt stehen, Weiterentwicklung ist der Feind von Stillstand auf allen Ebenen, auch beim Genussland. Wenn wir im Land wirtschaftlich erfolgreich sein wollen, müssen wir den Regionalitätsanspruch stärken“, teilte heute, Freitag, LR Christian Benger mit. Grund für seine Aussage ist die Gründung des bundesweiten „Netzwerk Kulinarik“ und damit die Möglichkeit zur Weiterentwicklung für die erfolgreichen Genussregionen aber vor allem für einen koordinierten Ausbau der Regionalität und des Regionalitätsbewusstseins. Vor allem die Zugänge zum Markt über die Handelsregale müssen laut Benger erweitert werden.

„Niemandem wird etwas weggenommen. Wir müssen auf der einen Seite die neuen Regionaltätstrends nutzen und auf der anderen Seite sie verstärken“, zerstreute Benger bestehende Befürchtungen bei den Genussregionen. Das Team des Vereins Kärntner Argrarmarketing, als Organisationsebene für die Genussregionen, stehe laut Benger voll zu dieser Weiterentwicklung.

„Wir haben so viele Initiativen, die sich entwickelt haben, die auch das Bewusstsein der Konsumenten für heimische Produkte und die Produktion gestärkt haben, aber jetzt müssen wir wieder einmal zusammenräumen, die Kräfte bündeln, uns neu aufstellen, damit sich die Konsumenten auf Grund der Vielfalt auch auskennen, sonst wird es kontraproduktiv“, so Benger.

Daher sei es nötig, die Strukturen, wie in jedem Unternehmen, zu straffen. Die Neuordnung durch das Kulinarische Netzwerk macht das möglich. Die Genussregionen spielen entgegen anderslautender Meinungen, weiterhin ihre wichtige Rolle, als Regionalitäts-Motor vor Ort. „Wir wollen ja mehr Regionalität, damit unser regionaler Wirtschaftskreislauf in Schwung bleibt, damit unser Geld im Land bleibt und nicht in ausländische Massenproduktionen abfließt“, betonte Benger.

Vor diesem Hintergrund hat der Bundesminister für Land- und Forstwirtschaft, Andrä Rupprechter, das „Netzwerk Kulinarik“ und zwei Cluster ins Leben gerufen, um die vielen bestehenden Strukturen zu straffen. Das Netzwerk wird zum einen als Kooperationscluster für Produzenten & Vermarkter und zum anderen als Cluster für Gastronomie & Tourismus Aktivitäten setzen. Die Ziele sind klar: Das Qualitätsversprechen über die vielen Marken und Siegel hinweg muss für die Konsumenten nachvollziehbar sein. Die Produktion muss auf Grund einer durchgängigen Wertschöpfungskette gesichert werden.

"Wir werden in Zukunft noch intensiver unsere Partner des Genussland Kärnten, die Direktvermarkter und die Genuss Regionen aktiv unterstützen und gemeinsam Aktivitäten umsetzen, die die Regionalität forcieren. Durch die neue Zusammenarbeit wird ein Mehrwert für alle Akteure in den Regionen geschaffen, denn es sind noch mehr Kooperationen unter den strengen Qualitätsrichtlinien möglich", betonte Michael Maier, Vorstandssprecher des Vereines Kärntner Agrarmarketing.

Das Bekenntnis zum Fortbestand und zur Weiterentwicklung der Genuss Regionen gibt es genauso von der Vernetzungsstelle im „Netzwerk Kulinarik“. Mit dem neuen Ansprechpartner auf Bundesebene, Geschäftsführer Thomas Müller, und dem Verein Kärntner Agrarmarketing auf Landesebene haben die Genuss Regionen die Garantie, dass die Akteure vor Ort aktiv in den Gestaltungsprozess und in die gemeinsamen Tätigkeiten eingebunden werden. „Es gibt für die Genuss Regionen sogar die Wahl: alles lassen, wie es ist, oder sich mit dem „Netzwerk Kulinarik“ neu zu positionieren, neue Partner, neue Produzenten zu finden oder sich mit dem Tourismus zu vernetzen“, erklärte Maier.

I N FO: Am 2. Dezember 2016 wird das „Netzwerk Kulinarik“ im Rahmen der Landwirtschaftsmesse Agraria in Wels aus der Taufe gehoben. Die Vernetzungsstelle des „Netzwerk Kulinarik“ hat Aufgaben wie zum Beispiel die Strategieentwicklung, Innovation oder Markenkommunikation. Ein Cluster kümmert sich um die Landwirtschaft, also die Produktion, Produktentwicklung, Verarbeitung, Vermarktung und Produktpräsentation. Der zweite Cluster ist für die regionale Kulinarik in der Gastronomie, in der Gemeinschaftsverpflegung (Schulküchen und Kantinen) und bei touristischen Initiativen zuständig. Beispielsweise, um im öffentlichen Bereich heimische Lebensmittel zu beschaffen.


Rückfragehinweis: Büro LR Benger
Redaktion: Robitsch/Zeitlinger
Fotohinweis: Büro LR Benger