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Tag der Kinderrechte: 46 Einrichtungen schützen Kärntner Kinder

18.11.2016
LHStv.in Prettner: Am 20.11. 1989 wurde UN-Kinderrechtskonvention verabschiedet – Wir alle müssen dafür sorgen, sie mit Leben zu erfüllen 46 Einrichtungen der Kinder- und Jugendhilfe sorgen sich um Wohl der benachteiligten Kinder

 „Es ist unser aller Auftrag, diese Welt zu einem sicheren Ort für Kinder und Jugendliche zu machen. Jedes Kind, jeder Jugendliche hat das Recht, mit Liebe und in Geborgenheit heranzuwachsen“, appellierte heute, Freitag, LHStv.in Beate Prettner im Hinblick auf den „Internationalen Tag der Kinderrechte“ am 20. November. 1989 wurde die UN-Kinderrechtskonvention verabschiedet. „Zu tun gibt es noch genug, nach wie vor leben viele Kinder in problematischen Verhältnissen, sind psychischem Druck und physischer Gewalt ausgesetzt“, mahnte Prettner.

In Kärnten unterstützen 46 Einrichtungen der Kinder- und Jugendhilfe jene jungen Menschen, die nicht das Glück haben, in einem behüteten Umfeld groß zu werden. Im Jahr 2015 wurden 737 Kinder und Jugendliche in sozialpädagogischen Einrichtungen betreut (so genannte „Volle Erziehung“). 269 Kinder lebten bei Pflegeeltern. Von diesen in Summe 1.006 Kindern waren 136 bis sechs Jahre jung, 479 zwischen sechs und 14 Jahre und 391 bis 18 Jahre.

„Das Sozialreferat hat diese Vollunterbringungen mit 37,9 Millionen Euro finanziert“, informierte Prettner. 55 Millionen Euro sind an Gesamtkosten in die Kinder- und Jugendhilfe geflossen. „Leider ist die heile Kinderwelt für viele Minderjährige ein Mythos. Umso dringlicher ist es, uns gemeinsam für ihr Wohl stark zu machen“, so die Sozialreferentin.

In diesem Zusammenhang verweist Prettner auf die laufende Mindestsicherungsdiskussion: „Für minderjährige Kinder werden 150,80 Euro monatlich zur Deckung der Lebenskosten berechnet. Wenn nun dieser Mindestwert in Frage gestellt wird und in Niederösterreich bereits ‚wegrationalisiert‘ wurde, wird genau eines nicht getan: sich um das Wohl von Minderjährigen zu kümmern.“

300.000 Kinder sind in Österreich bereits von Armut bedroht: „Wir müssen dafür Sorge tragen, dass es weniger und nicht mehr werden“, hofft Prettner darauf, „dass doch noch die Reißleine der Menschlichkeit gezogen wird.“


Rückfragehinweis: Büro LHStv.in Prettner
Redaktion: Grabner/Zeitlinger