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POLITIK

Rekord-Investitionen im Kärntner Tourismus

25.11.2016
LR Benger: 235 Familienbetriebe investieren 129 Mio. Euro in Qualität, Vergrößerung und Spezialisierung – Förderprogramme sind best practice-Modelle für ganz Österreich

 Tourismuslandesrat Christian Benger präsentierte heute, Freitag, mit Wolfgang Kleemann von der Österreichischen Hotel- und Tourismusbank (ÖHT) und Erhard Juritsch vom Kärntner Wirtschaftsförderungs Fonds (KWF) die endgültigen Investitions-Zahlen des Kärntner Tourismus. Und sie konnten einen neuen Rekord vermelden: 129 Mio. Euro investieren 235 Familienbetriebe in Qualität, in Betriebsvergrößerungen oder in Spezialisierungen. „Das ist ein klares Lebenszeichen, damit entsteht Aufbruchsstimmung, damit werden Standorte abgesichert und ganze Regionen profitieren davon“, fasste Benger zusammen. Das Investitionsvolumen verfünffacht sich heuer im Vergleich zum Vorjahr und verdreifacht sich zum Durchschnitt der letzten drei Jahre. „Wir haben aber keine Eintagsfliege produziert. Für diese Förderprogramme besteht Rechts- und Finanzierungssicherheit bis zum Jahr 2020. Nur Kontinuität schafft Nachhaltigkeit“, wies Benger hin.

Kleemann stellte die Kärntner Förderprogramme ins Schaufenster, die er als best practice-Modelle für ganz Österreich bewertet. „Vor allem, weil sie zielgruppengenau wirken. Die Investitionen werden in der Breite, in den kleinstrukturierten Familienbetrieben, getätigt“, so Kleemann. Zwei Drittel der Investitionsvorhaben liegen im Bereich von 100.000 bis 500.000 Euro. „In diesen Bereich fällt die kleinbetriebliche familiengeführte Hotellerie und Gastronomie“, sagte Kleemann und ergänzte: „Das sind die Träger unserer Tourismuswirtschaft und genau die stehen vor großen Herausforderungen, wie beispielsweise Betriebsübergaben, für die sie sich aktuell gut aufstellen.“

Doch seien diese Investitionen als weitereichender zu betrachten. Denn 60 Prozent der Summen würden in einem Umkreis von rund 50 Kilometer wirksam. „Das bedeutet, da entsteht nachhaltige Wertschöpfung, ganze Regionen werden durch diese Investitionen belebt“, erklärte Kleemann. In Summe würden in Österreich heuer 555 Mio. Euro im Tourismus investiert. In den letzten Jahren seien es in Kärnten im Schnitt 20 bis 30 Mio. Euro gewesen. „Heuer sieht man: Kärnten kann mehr. Wir wollen Optimismus verstreuen, als Grundlage für die unternehmerische Tätigkeit“, sagte Kleemann.

„Die Familienbetriebe und die kleinstrukturierte Tourismuswirtschaft in Kärnten machen ihre Hausaufgaben. Im ländlichen Raum ist der Tourismus eine tragende Säule, da sind diese Investitionen eine Überlebensstrategie“, ergänzte Benger. Möglich gemacht haben diesen Investitions-Schub für ihn die abgestimmten Förderprogramme. Zum einen seien sie mit Unternehmern gemeinsam erarbeitet worden, man habe die Bedürfnisse und Notwendigkeiten erhoben. Zum anderen habe man die Partner ÖHT mit Kleemann und KWF mit Juritsch gefunden.

„Das war auch ausschlaggebend dafür, dass wir für die Förderwerber die Bürokratie wesentlich reduzieren konnten. Ein Antrag reicht für beide Förderstellen“, erläuterte Juritsch. Der Kapitalmarkt rede zwar von null Prozent Zinsen, diese würden aber bei den KMU nicht wirklich ankommen, daher würden die Förderprogramme auch Zinsstützungen beinhalten. Das bestätigte auch Kleemann. „Ein bisschen stolz können wir schon d’rauf sein. Wir haben es mit dem KWF geschafft, die Förderaktivitäten besser miteinander abzustimmen und haben Programme entwickelt, die den Investitionsstau in der Kärntner Tourismuslandschaft beenden.“

Die Projekte sind über ganz Kärnten verteilt – Schwerpunkte bilden die Regionen Wörthersee, Millstättersee und die Region Gailtal-Nassfeld.


Rückfragehinweis: Büro LR Benger
Redaktion: Robitsch/Böhm
Fotohinweis: Büro LR Benger