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Regierungssitzung 5 – Großglockner Hochalpenstraße muss UNESCO Welterbe werden

29.11.2016
LR Benger: Volle Unterstützung der Landesregierung für Welterbe-Antrag durch GROHAG – Entsprechende Resolution beschlossen
Seit 80 Jahren gibt es die Großglockner Hochalpenstraße. Die hochalpine Strecke zählt mit über einer Million Besuchern zu den wichtigsten Tourismusattraktionen Österreichs. „Die Landschaft, die Streckenführung, die Bauleistung, der höchste Berg Österreichs, all das macht die Großglockner Hochalpenstraße zu etwas Besonderem. Deshalb setzen wir alles daran, dass sie Aufnahme als UNESCO Welterbe findet“, sagte heute, Dienstag, Tourismuslandesrat Christian Benger im Pressefoyer nach der Regierungssitzung. Nun wird der Welterbe-Antrag in Form eines Welterbe-Nominierungsdossiers durch die Großglockner Hochalpenstraßen AG (GROHAG) ausgearbeitet und beim Welterbe-Komitee in Paris eingebracht. Das Land Kärnten unterstützt laut Benger diesen Antrag, ihm wird eine heute von der Regierung verabschiedete Resolution angeschlossen. Auch Salzburg wählt diese Vorgangsweise, wie Benger erklärte.

Schon im Jänner 2016 wurde die Straße durch die Republik Österreich auf die Tentative Liste der österreichischen Kultur- und Naturgüter, die sich für das Prädikat UNESCO Welterbe bewerben, aufgenommen. Auch dafür hat die Landesregierung ein entsprechendes Schreiben an das Bundeskanzleramt gerichtet. Heuer wurde die Hochalpenstraße in Österreichs Geschichte unter Denkmalschutz gestellt. Somit sei der Startschuss für die Antragstellung auf das UNESCO Welterbe gefallen, betonte Benger. „Die Sicherung der Straße, die Erlebbarkeit des Hochgebirges sowie der Betrieb durch die GROHAG schließen einander nicht aus, im Gegenteil. Damit heben wir unsere Hochalpenstraße auf ein neues Niveau. Davon profitiert die gesamte Region der Hohen Tauern. Tourismus und Schutz von Natur und Kultur ergänzen sich perfekt“, sagte der Tourismuslandesrat. Vor allem würde der internationale Welterbe-Tourismus neue Zielgruppen und Märkte erschließen. Besonders amerikanische und asiatische Gäste könnten mit diesem neuen Prädikat angesprochen werden.

Speziell für Kärntens Tourismus spiele die Straße eine enorm wichtige Rolle. „Es geht nicht nur um den Glockner. Die Straße macht unseren Nationalpark Hohe Tauern erlebbar“, wies Benger hin. Auch auf der Expo in Mailand sei heuer auf diesen Schwerpunkt gesetzt worden. „Natur erleben zu können, zählt mittlerweile zu den buchungsentscheidenden Parametern“, so Benger. Das „insitu World Heritage Consulting“ aus Paris sei mit der wissenschaftlichen Gesamtdokumentation und Erstellung des Antrags-Dossiers, welches voraussichtlich Ende 2016 in Paris der UNESCO offiziell übergeben wird, beauftragt worden.


Rückfragehinweis: Büro LR Benger
Redaktion: Robitsch/Böhm