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WIRTSCHAFT

Fiber Day 2016: Größter Branchentreff erstmals in Kärnten

30.11.2016
Mehr als 200 Teilnehmer bei Fachtagung für Breitbandausbau im Lakeside Spitz – LHStv.in Schaunig: Elementare Infrastrukturmaßnahmen für ländlichen Raum
Großer Andrang, heute, Mittwoch, beim Fiber Day. Die wichtigste Fachtagung zum Thema Breitband fand heuer zum ersten Mal in Kärnten statt und brachte mehr als 200 Vertreter von Unternehmen, Kommunen, Ländern, Interessensvertretungen, dem Bund, der EU-Kommission und verschiedener europäische Staaten nach Klagenfurt. Veranstaltet wurde das Event von der CMG-AE, einer Plattform zum Wissensaufbau und -austausch im IT-und Telekommunikationssektor sowie unterstützt unter anderem vom Land Kärnten und der Kelag.

Technologie- und Gemeindereferentin LHStv.in Gaby Schaunig betonte in ihrem Eingangsstatement, dass die Erschließung des ländlichen Raums mit Breitband-Verbindungen zu einer der wichtigsten Infrastrukturaufgaben der heutigen Zeit zählt. Zusätzlich zur Breitbandmilliarde des Bundes und Förderschienen der EU hat das Land daher ein Breitbandunterstützungsprogramm für Gemeinden aufgelegt, um dieses Ziel zu erreichen. Schaunig: „Gestartet wurde das Programm im April. Mittlerweile haben wir bereits 80 Gemeindeprojekte in Betreuung, knapp 60 davon in Umsetzung.“

Kelag-Vorstand Manfred Freitag erläuterte, dass für die breite Umsetzung all jener Technologien und Entwicklungen, von denen heutzutage die Rede ist, wie Big Data, Internet der Dinge, Digitalisierung, vor allem eine starke und leistungsfähige Infrastruktur nötig sei. Die Kelag verfüge bereits über 63.000 Kilometer Glasfasernetz sowie 1.900 Kilometer Leer-Rohre und werde den Ausbau in Abstimmung mit den Gemeinden weiter forcieren. Der lange Weg zu einer kompletten Breitbandversorgung der Kärntnerinnen und Kärntner könne nur geschafft werden, wenn man ihn schrittweise gehe.

Klaus Köchl, Vizepräsident des Kärntner Gemeindebundes, betonte, wie wichtig die Anbindung des ländlichen Raums an schnelle Datenverbindungen sei, unter anderem als Maßnahme gegen Abwanderung und zur Attraktivierung als Standort für Unternehmen.

Heinz Pabisch vom Veranstalter CMG-AE zeigte sich begeistert angesichts des „idealen Veranstaltungsorts“ Lakeside Spitz und strich in seinem Eingangsstatement die Bedeutung von offenen, sprich für alle nutzbaren, Netzwerken heraus (Open Access Network). Am Vormittag referierten zudem Alfred Ruzicka vom Breitbandbüro des Bundes sowie Robert Henkel, Vertreter der EU-Kommission, über Strategien und Förderpläne zum Breitbandausbau. Hartwig Tauber brachte Praxisbeispiele aus den Modellregionen Niederösterreichs. Im weiteren Verlauf des Tages waren der Breitbandausbau in der Schweiz und in Holland sowie in weiteren österreichischen Modellregionen sowie Finanzierungsmöglichkeiten die Themen.


Rückfragehinweis: Büro LHStv.in Schaunig
Redaktion: Matticka/Zeitlinger
Fotohinweis: Büro LHStv.in Schaunig