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„Ärztestreik ist nicht nachvollziehbar“

02.12.2016
LHStv.in Beate Prettner appelliert, „die notwendige und sinnvolle Sicherung der Primärversorgung nicht zu blockieren“
„Bis 2025 wird österreichweit mehr als die Hälfte der HausärztInnen mit Kassenvertrag das Pensionsalter erreicht haben. Das heißt, wir müssen handeln. Nicht im Jahr 2025, sondern heute. Mit Primärversorgungszentren stellen wir heute die Weichen für morgen. Mir ist es unverständlich, weshalb sich die Ärzte dagegen wehren“, kritisierte Gesundheitsreferentin LHStv.in Beate Prettner den für 14. Dezember angekündigten Streiktag der Allgemeinmediziner heute, Freitag.

Primärversorgungszentren würden nicht nur Patienten, sondern auch Ärzten viele Vorteile bringen: „Angefangen von längeren Öffnungszeiten über multiprofessionelle Versorgung bis hin zu einer besseren Zusammenarbeit und Abstimmung unter den Gesundheitsberufen sichern wir damit die regionale Gesundheitsversorgung für die Zukunft“, so Prettner. Außerdem räumte sie mit der Mär auf, wonach die PHCs (Primary Health Care) die Hausärzte „ablösen“ würden, wie die Ärztekammer fälschlicherweise behauptet. „Wahr ist, dass PHCs den hausärztlichen Bereich ergänzen.“ Und wahr sei auch, dass kein einziger Euro aus dem allgemeinmedizinischen Bereich abgezogen werde – vielmehr werden für die PCHs österreichweit zusätzlich 20 Millionen Euro zur Verfügung gestellt.

Während die Politik mit finanziellem Mehraufwand dringende Maßnahmen in Angriff nehme, „legen sich die Betroffenen quer und verunsichern die Bevölkerung“. Nichtsdestotrotz hofft die Gesundheitsreferentin doch noch auf „einen klaren Blick auf die Fakten und damit auf Einsicht“. Die notwendige Weiterentwicklung der medizinischen Versorgung zu unterstützen, müsste „selbstverständlich sein“. Sie appellierte daher an die Allgemeinmediziner, ihre Verantwortung wahrzunehmen und mitzuhelfen, Verbesserungen im Gesundheitswesen umzusetzen. „Man sollte davon ausgehen dürfen, dass auch den Ärzten eine Sicherung der Gesundheitsversorgung auf höchstem Niveau - und zwar für alle KärntnerInnen, unabhängig von Einkommen und Stand - ein Anliegen ist…“


Rückfragehinweis: Büro LHStv.in Prettner
Redaktion: Grabner/Stirn