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Wirtschaft: Arbeiten an Kärntner Start Up-Ökosystemstudie schreiten voran

03.12.2016
Pioneers-Interviewrunde mit Kärntner Entscheidungsträgern vor Abschluss – LH Kaiser: Ergebnisse sollen Handlungsanleitung sein, um Kärnten ins internationale Schaufenster zu stellen und Zukunfts-Herausforderungen zu bewältigen
„Arbeitsplätze sichern, neue Arbeitsplätze schaffen, Weichen für zukünftige Arbeitsmarktanforderungen frühzeitig stellen, um für die Zukunft und sich ändernde Rahmenbedingungen infolge von Digitalisierung gerüstet zu sein und gleichzeitig Kärnten für junge Gründer – sogenannte Start Ups – weltweit zu begeistern.“

So beschreibt Kärntens Landeshauptmann Peter Kaiser den wirtschaftlichen Arbeitsschwerpunkt für Kärnten. Wesentlich dazu beitragen soll die vor drei Wochen einstimmig von der Landesregierung beschlossenen Kooperation mit Pioneers, einem weltweit tätigen Netzwerkunternehmen zweier junger Kärntner, Andreas Tschas und Jürgen Furian. Aktuell erarbeitet Pioneers ein Konzept, eine sogenannte Ökosystemstudie. Dabei wird auf Basis von Interviews mit Entscheidungsträgern und Experten ein Fundament für eine Handlungsanleitung erarbeitet, das u.a. berücksichtigt, mit welchen Herausforderungen Kärnten speziell zu kämpfen hat - also beispielsweise Abwanderung, wo die wirtschaftlichen Schwerpunkte in Zukunft liegen sollen, welche Rahmenbedingungen dafür schon vorhanden sind und welche zusätzlichen noch gebraucht werden.

Mehr als 30 Interviews, unter anderem mit den Mitgliedern der Landesregierung, wichtigen Akteuren der Start Up Szene, Vertretern aus Wirtschaft, Bildung und Industrie (darunter ua WK-Präsident Mandl, IV-Präsident Kulterer) hat Pioneers bereits geführt.

Erstes Fazit: “Kärnten und seine Vorzüge, angefangen von den einzigartigen Lebensbedingungen bis hin zu den unternehmerischen Rahmenbedingungen, die sich positiv weiterentwickeln, sowie die durchaus vorhandene Innovationsbereitschaft sind in der weltweiten Gründer- und Investorenszene noch nicht bekannt”, fasste Andreas Tschas im dieser Tage stattgefundenen Gespräch mit LH Kaiser zusammen.

In dem Gespräch skizzierte der Landeshauptmann seine Vorstellung für ein auch wirtschaftlich erfolgreiches Kärnten in der Zukunft. „Kärnten hat sich von großen Belastungen aus der Vergangenheit, wie der Hypo-Fessel, befreit. Jetzt gilt es, den Blick nach vorne zu richten, und das können wir durchaus mit Optimismus und Zuversicht tun, denn Kärnten wird als Wirtschaftsstandort ebenso wie als Lebensmittelpunkt immer attraktiver. Wir machen unsere Hausaufgaben und stellen uns kommenden Herausforderungen“, betonte Kaiser.

Einer Meinung sind sich Kaiser und Tschas, was das Potential Kärntens betrifft. “Ziel muss es sein, dass Start Ups in Tel Aviv oder Moskau wissen, dass es in Kärnten einen Start Up-Cluster gibt, der für sie interessant ist.“ Die Ideen dafür reichen über die Präsentation und Positionierung Kärntens als einzigartigen Gründerstandort über das weltweite Netzwerk von Pioneers (beste Kontakte u.a. in Europa, sowie Asien und im arabischen Raum), der Organisation einer eigenen Veranstaltung am Wörthersee bis hin zur Aktivierung von Investoren für Kärnten.

Langfristig wollen Pioneers und Land Kärnten gemeinsam ein Alleinstellungsmerkmal im Bereich der Start Ups erarbeiten. “Die Möglichkeiten dazu hat Kärnten jedenfalls, sei es im Bereich der erneuerbaren Energie, der Mikroelektronik oder aber auch im Bereich der technikunterstützten Gesundheitsversorgung, die in Zukunft immer mehr an Bedeutung gewinnen wird”, sind sich Kaiser und Tschas einig. Anfang kommenden Jahres soll die Pioneers-Ökosystemstudie für Kärnten fertig sein und präsentiert werden.


Rückfragehinweis: Büro LH Kaiser
Redaktion: Schäfermeier
Fotohinweis: LPD/Sucher