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Christian Matitz neuer Forstdirektor des Landes

05.12.2016
LR Benger: Christian Matitz folgt auf langjährigen Forstdirektor des Landes, Gerolf Baumgartner, der nach 34 Jahren in Ruhestand geht
34 Jahre lang war Gerolf Baumgartner im Landesdienst, 1990 wurde er zum Landesforstdirektor und Abteilungsleiter der Forstabteilung ernannt. Jetzt wechselt er in den Ruhestand. Sein Nachfolger Christian Matitz wurde heute, Montag, per Dekret in der Landesamtsdirektion bestellt.

„Mit Gerolf Baumgartner hatten wir einen herausragenden Experten für Forstangelegenheiten. Sein Nachfolger tritt in große Fußstapfen. Ich danke Gerolf Baumgartner für seine besonnene, fachliche Arbeit und wünsche Christian Matitz alles Gute und freue mich auf die Zusammenarbeit“, sagte Forstreferent LR Christian Benger anlässlich der Dekretverleihung. Auch Matitz gilt als ausgewiesener Experte in allen Forstfragen.

Die Arbeit Baumgartners war von Beginn an von Konflikten rund um das Thema Wald begleitet. Gleich zu Beginn im Landesdienst war Baumgartner konfrontiert mit dem Waldsterben und den zahlreichen damit verbundenen Verfahren gegen heimische Emittenten. Baumgartner machte sich mit der Errichtung eines landesweiten Bio-Indikatorennetzes und seinen Vorträgen zu diesem Thema einen Namen, der in Fachkreisen auch über die Grenzen Kärntens hinaus bekannt war.

Die Wald/Wild-Problematik habe Baumgartner ebenfalls ständig begleitet. „Ich habe Gerolf Baumgartner gerade in dieser Frage immer als ausgleichende Kraft erlebt. Das war sein Erfolgsrezept im Sinne der Sache“, bestätigte Benger. So habe die sehr eingeschränkte Saftfutter-Vorlage im Zuge des Fütterungsparagraphen zu seinen Errungenschaften gehört. Diese Saftfutter-Vorlage sei nur noch über behördliche Genehmigungen möglich. Bei der Windwurfkatastrophe „Paula“ oder beim großen Waldbrand in Oberkärnten sei die ruhige Hand Baumgartners ebenfalls von unschätzbarem Wert gewesen, so Benger.

Kärntens Landesfläche ist zu über 60 Prozent bewaldet. Eine große Rolle spielt dabei der Schutzwald für Mensch und Siedlungen. Aber nur bewirtschaftete Wälder können ihre Funktionen wie die des Schutzes erhalten. Unter Baumgartner wurde die Förderung für die Holznutzung in schwierigen Gebirgslangen eingeführt, denn nur mit Seilnutzung ist dort die Waldbewirtschaftung möglich. Wie überhaupt die Themen Schutzwald, Waldpflege und Wegebau die Schwerpunkte seiner fachkundigen Arbeit waren.
Der Klimawandel und seine Auswirkungen auf die Wälder war für Baumgartner seit 1993 Thema, als die Borkenkäferproblematik akut wurde. Heute gibt ihm die fachliche Meinung dazu Recht. Baumgartner war von 2000 bis 2015 auch Obmann des Kärntner Waldpflegevereins.

Der Oberkärntner Christian Matitz wurde 1966 in Lienz geboren, besuchte die Volksschule in Greifenburg und hat an der Uni für Bodenkultur studiert. Er ist Forstwirt und befindet sich seit dem Jahr 2003 im Landesdienst und war bis zuletzt zuständig für die forstliche Raumplanung, die Forststatistik, den Sachverständigendienst und für generelle Wald/Wildfragen. Der Klimawandel mit seinen Folgen sowie die Wald/Wildfragen werden ebenso seine Arbeitsschwerpunkte darstellen. Matitz wohnt in Rosegg, ist verheiratet und hat zwei erwachsene Kinder.


Rückfragehinweis: Büro LR Benger
Redaktion: Robitsch/Sternig
Fotohinweis: Büro LR Benger