Presseaussendungen

KULTUR

Erfolgreiches „Jahr der freien Kulturinitiativen“

07.12.2016
LR Benger: Umsetzung des Kultur-Schwerpunktes 2016 brachte neues Verständnis zwischen freier Kulturszene und Kulturförderung – Anerkennungspreis und Stipendium werden beibehalten
Gemeinsam mit dem Kärntner Kulturgremium hat Kulturlandesrat Christian Benger für das Jahr 2016 den Schwerpunkt für die freien Kulturinitiativen in Kärnten entwickelt. Ziel dieses „Jahres der freien Kulturinitiativen in Kärnten“ war es, eine Bewusstseinsbildung für diesen Bereich des kulturellen Lebens in Kärnten zu schaffen und die Situation der freien Kulturschaffenden in Kärnten zu verbessern. „Fazit: Das ist gelungen. Die Szene selbst sagt, dass ein neues Verständnis zwischen Kulturszene und Kulturförderung entstanden ist. Dementsprechend werden wir den Anerkennungspreis sowie das Stipendium weiterführen“, sagt Benger gegen Ende des Jahres. Sein Herz schlage von der freien Szene bis hin zur Volkskultur, für Benger hat jede Form seine Berechtigung und seinen Platz. Insgesamt wurden im Jahr 2016 für diesen Förderbereich 815.000 Euro aus dem Kulturreferat aufgewendet.

„Schwerpunkte wie das Jahr der freien Kulturinitiativen richten das Augenmerk zu Recht auf zeitgenössische Aktionsfelder. Ein Jahr reicht freilich nicht aus, die Probleme zu lösen. Die einzelnen Maßnahmen, wie besonders das Symposion im April dieses Jahres, haben die Kulturinitiativen sichtbarer gemacht und die freie Szene in Kärnten mit der Kulturverwaltung auf Augenhöhe gestellt“, erklärt Walter Oberhauser, Stellvertreter der Obfrau der IG KIKK.

Man habe sich laut Benger auf Grund der finanziellen Rahmenbedingungen des Landes auf Schwerpunktsetzungen verständigt, um die Aufmerksamkeit für einzelne Themen zu steigern, Planungssicherheit zu schaffen, koordinierte Vorgangsweisen sicher zu stellen und eine Durchdringung zu erreichen. Für dieses Schwerpunktjahr hat die IG KIKK gemeinsam mit der Kulturabteilung des Landes ein Programm ausgearbeitet. „Mir war es wichtig, dass die Betroffenen selbst ihren Bedarf analysieren und Maßnahmen erarbeiten, damit eine Kontinuität von Jänner bis Dezember entsteht“, beschreibt Benger seine Herangehensweise. Vorgabe des Kulturlandesrates war lediglich, dass die vorhandenen Mittel, die gegenüber 2015 nicht gekürzt worden sind, den freien Kulturinitiativen direkt zu Gute kommen, d.h. kein Geld für Agenturen, Broschüren und dergleichen. „Profitieren müssen jene, die vor Ort die kulturelle Arbeit leisten“, gab Benger vor.

„Wechselseitiger Austausch, gegenseitige Anerkennung, Vernetzung untereinander und strategisch angelegte Weiterbildung haben heuer eine Entwicklung in Gang gesetzt, deren Nachhaltigkeit nicht zuletzt davon abhängt, ob für die IG KIKK langfristig Arbeitsplätze eingerichtet werden können“, so Oberhauser.

Die Unterstützungsleistung des Landes für das „Jahr der freien Kulturinitiativen“ umfasste finanzielle Förderungsmaßnahmen zur gezielten Stärkung der öffentlichen Präsenz der freien Kulturinitiativen, sowie bedarfsorientierte Serviceleistungen. Zusätzlich zur Basisförderung gab es finanzielle Unterstützung für die Organisation und Durchführung eines Symposiums inklusive eines künstlerischen Rahmenprogramms durch die IG-KIKK „Kultur muss wachsen“, ein Stipendium für Kulturmanagement, ein Stipendium für die Teilnahme am Sommerkolleg Bovec 2016 der Alpen-Adria-Universität Klagenfurt zum Thema „Kulturvermittlung im Alpen-Adria-Raum“ sowie einen Anerkennungspreis für besondere Leistungen im Bereich freier Kulturarbeit, welcher im Rahmen der Kulturpreisverleihung 2016 am 15. Dezember 2016 zur Vergabe gelangt.

Seitens der IG KIKK wurde immer wieder die Vergleichbarkeit des Fördervolumens für die freien Kulturinitiativen bemängelt. Aus diesem Anlass wurde seitens der freien Kulturinitiativen gemeinsam mit dem Land Kärnten eine Liste jener Initiativen erstellt, die unter diesem Titel geführt wird. Die Liste enthält nunmehr 103 Kärntner Kulturträger, die sich in diese Kategorie einordnen lassen.
„Wir wünschen uns, dass große Kulturinstitutionen wie Stadttheater, MMKK oder Landesmuseum und kleinere wie beispielsweise die Stadtgalerie Klagenfurt mehr als bisher mit den Kunstschaffenden der freien Szene zusammenarbeiten. Der kulturelle Sektor sollte sich gemeinsam gegen den herrschenden Sparzwang in Kärnten positionieren und sich mehr als bisher überregional, europäisch und international austauschen“, hält Oberhauser fest.


Rückfragehinweis: Büro LR Benger
Redaktion: Robitsch/Böhm

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