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Pflegewesen: Nachschub für „Family Nurses“

15.12.2016
LHStv.in Prettner: „Consenso, das präventive Versorgungsprojekt, ist erfolgreich angelaufen“ – Spezialausbildung läuft
Mit sieben zur „Family and Community Nurse“ ausgebildeten diplomierten Gesundheits- und Krankenpflegekräften ist das neue Pflegeprojekt CONSENSO Ende September in Kärnten an den Start gegangen. Drei Monate später zeigt sich bereits, wie vielversprechend das präventive Versorgungsmodell läuft. „Wir planen, das Pflegeprojekt zu erweitern, dafür sind zusätzliche Family Nurses notwendig“, erklärt Sozialreferentin Beate Prettner.

In der Gesundheits- und Krankenpflegeschule Klagenfurt lassen sich derzeit sieben weitere diplomierte Pflegefachkräfte zur Family Nurse ausbilden. Vor Ort machte sich die Gesundheitsreferentin gestern ein Bild davon.

Bekanntlich handelt es sich bei CONSENSO um eine Gesundheitsförderung im ländlichen Raum. „Gerade angesichts des demographischen Wandels ist es die Herausforderung der Zukunft, Menschen bei steigender Lebenserwartung auch ein Mehr an gesunden Jahren zu ermöglichen, indem rechtzeitig vorgesorgt wird. Mit CONSENSO schaffen wir ein maßgeschneidertes Angebot für Menschen außerhalb der Ballungszentren, um ihnen so lange wie möglich ein Leben im eigenen Haushalt zu sichern“, erklärt LHStv.in Prettner.

Aktuell wird das Projekt in acht Gemeinden angeboten: In Oberkärnten sind das Malta, Bad Kleinkirchheim und Ebene Reichenau, im Unterkärntner Raum nehmen die Gemeinden St. Paul im Lavanttal, St.Georgen im Lavanttal, Lavamünd, Sittersdorf und Bad Eisenkappel daran teil.

Konkret erheben die Family Nurses bei betroffenen Personen und deren familiären Umfeld in regelmäßigen Besuchen etwaige Risikofaktoren und entwickeln entsprechende Maßnahmen und Strategien. Zudem sind sie eine Schnittstelle zwischen den Betroffenen, Organisationen, Ärzten, Krankenhäusern etc. „Das Augenmerk liegt in der Prävention“, sagt Prettner. „Zum einen wollen wir nicht warten, bis etwas passiert, zum anderen passieren gerade im Alter gesundheitliche Verschlechterungen schleichend und bleiben daher oft von der Person selbst zu lange unbemerkt.“

Das Angebot ist für die Betroffenen kostenlos, finanziert wird die Pilotphase von Land Kärnten bzw. Kärntner Gesundheitsfonds mit 326.000 Euro und der EU.


Rückfragehinweis: Büro LHStv.in Prettner
Redaktion: Grabner
Fotos: Büro LHStv.in Prettner