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Weniger Feinstaubbelastung durch Verzicht auf Silvesterfeuerwerk

19.12.2016
LR Holub weist auf vorläufige Feinstaubbelastung hin und appelliert an gemeinsame Maßnahmen zur Feinstaubreduktion
Die vorläufigen Daten zur Feinstaubsituation in Kärnten zeigen, dass es im Jahr 2016 wieder deutlich mehr Überschreitungstage, an denen der Tagesmittelwert über 50 µg/m³ lag, gegeben hat. „Von der höheren Feinstaubbelastung waren bisher insbesondere Klagenfurt mit 27 und Ebenthal mit 25 Überschreitungstagen betroffen“, informierte Umweltlandesrat Rolf Holub heute, Montag. Gründe für die erhöhten Feinstaubwerte seien sehr ungünstige Inversionswetterlagen, wie in den letzten Wochen vorherrschend.

„Diese Hochdruckwetterlagen mit ausbleibenden Niederschlägen und schwachen Windgeschwindigkeiten hindern die natürliche Durchmischung in der Atmosphäre“, sagte Holub und ergänzte, dass wie auch in den letzten Jahren die Jahresmittelwerte in ganz Kärnten unter dem Grenzwert gelegen seien.

„Hauptverursacher des Feinstaubes sind in Kärnten in erster Linie alte Heizungsanlagen und insbesondere in Ballungsräumen auch der Verkehr“, so Holub, der auf die notwendigen gemeinsamen Maßnahmen hinwies. „Wir arbeiten gerade an einer Kesselaustauschaktion für das nächste Jahr, um mit entsprechenden Anreizen effiziente Maßnahmen zu setzen. Auch der Mobilitätsmasterplan forciert den Umstieg auf den Öffentlichen Verkehr und wird damit wesentlich zur Reduktion der Feinstaubbelastung beitragen“, berichtete Holub.

Erfahrungsgemäß würden auch Silvesterfeuerwerke zu hohen Feinstaubbelastungen führen. Der Silvesterfeinstaub sei laut Expertinnen und Experten zudem besonders problematisch, da durch die Explosion sehr kleine Partikel entstehen würden. Der Feuerwerksqualm bestehe größtenteils aus lungengängigem Feinstaub (PM10). Darin enthalten seien u. a. auch eine Reihe von Schwermetallen wie beispielsweise Strontium und Lithium sowie Blei und Arsen. „Wir alle möchten in einer intakten Umwelt leben und wir alle können auch in diesem Bereich einen wichtigen Beitrag zur Verminderung der enormen Feinstaubbelastung zum Jahreswechsel durch Verzicht oder starke Einschränkung privater Feuerwerke leisten“, appellierte der Umweltreferent an alle Kärntnerinnen und Kärntner.


Rückfragehinweis: Büro LR Holub
Redaktion: Knafl/Sternig