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Blauzungenkrankheit in Kärnten festgestellt

22.12.2016
LR Benger: Sofortmaßnahmenplan unverzüglich eingeleitet – Engmaschiges Monitoring ermöglichte frühes Entdecken
„Diese Woche ist bei einer routinemäßigen Überwachung ein Rind aus Kärnten positiv auf die Blauzungenkrankheit getestet worden“, informiert heute, Donnerstag, Agrarlandesrat Christian Benger über das erstmalige Auftreten der Krankheit in Kärnten. Die Blauzungenkrankheit ist eine Erkrankung von Rindern, Schafen und anderen Wiederkäuern, die durch Stechmücken der Gattung Culicoides, aber auch durch Moskitos und Zecken, übertragen wird. Eine Ansteckung durch direkten oder indirekten Kontakt zwischen Tieren sei nicht möglich, auch gebe es keine Übertragung des Erregers durch Fleisch, Milch und Milchprodukte von infizierten Tieren auf den Menschen.

„Ich habe sofort nach Bekanntwerden eine Besprechung mit den betroffenen Institutionen und Experten des Landes, insbesondere Veterinärdirektor Holger Remer, einberufen, um rasch die weitere Vorgehensweise abzustimmen und eine Ausbreitung zu verhindern“, erläutert Benger. Ein umfassender Sofortmaßnahmenplan wurde gestartet, eine Restriktionszone zur Verhinderung der Ausbreitung wurde eingerichtet. Betroffene Tierarten dürfen nur noch in Verkehr gebracht werden, wenn sie innerhalb der Restriktionszone verbracht werden oder direkt zum Schlachthof gebracht werden. Alle anderen Bewegungen aus der Zone hinaus dürfen nur mit untersuchten oder vollständig geimpften Tieren erfolgen. In einer Überwachungszone um den Betrieb sind umfassende Untersuchungen und Erhebungen der empfänglichen Tiere durch die Amtstierärzte vorzunehmen.

„Dass der Fall so frühzeitig entdeckt werden konnte, ist dem bereits ganzjährig durchgeführten engmaschige Monitoring zu verdanken“, erläutert der Agrarlandesrat. Das Blauzungenvirus sei schon in den Bundesländern Steiermark, Niederösterreich und Burgenland und in benachbarten Ländern wie Slowenien und Norditalien aufgetreten, weshalb bereits im Frühjahr des heurigen Jahres ein freiwilliges Impfprogramm angeboten wurde, damit die empfänglichen Tiere entsprechend geschützt werden konnten.

„Mit den zielgerichteten Sofortmaßnahmen werden wir gemeinsam mit allen beteiligten Organisationen eine Ausbreitung verhindern und die Kärntner Viehhalter bestens unterstützen. Die Qualität unserer agrarischen Produkte steht an erster Stelle“, so Benger.


Rückfragehinweis: Büro LR Benger
Redaktion: Plessin/Böhm