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Finale Prüfungen rund um Nassfeld-Seilbahn

22.12.2016
LH Kaiser, LHStv.in Schaunig, Debora Serracchiani, Präsidentin von Friaul, und Vertreter der Investorenfirma an einem Tisch – schriftliche Stellungnahme binnen einem Monat soll endgültige Entscheidung bringen
Die jahrelangen Verhandlungen rund um das Seilbahnprojekt auf dem Nassfeld von italienischer Seite stehen kurz vor Weihnachten vor einem Abschluss. Eingeladen von Landeshauptmann Peter Kaiser und Finanzreferentin LHStv.in Gaby Schaunig setzten sich heute, Donnerstag, die Präsidentin der Region Friaul-Julisch Venetien, Debora Serracchiani, mit zahlreichen weiteren politischen Vertretern aus Kärnten und Italien sowie Vertretern der Firma Doppelmayr, als möglicher privater Investor, im Spiegelsaal der Kärntner Landesregierung an einen Tisch. Eine schriftliche Stellungnahme seitens des Investors binnen einem Monat soll nun endgültig Klarheit über die Wirtschaftlichkeit und Finanzierbarkeit des vorgelegten Projektes bringen.

„Kärnten und Friaul-Julisch Venetien haben sich heute einmal mehr zu diesem Projekt bekannt. Wir konnten in aller Deutlichkeit klarstellen, dass wir gewillt sind, aus öffentlicher Hand finanzielle Mittel für dieses Projekt bereitzustellen, wie es in diesem Ausmaß wohl kaum anderswo in Europa passieren würde“, betonte Kaiser. Man habe aber auch eine rasche Entscheidung von Seiten des Investors Doppelmayr gefordert. Sowohl Kärnten als auch die Region Friaul-Julisch Venetien hätten großes Interesse daran, das Projekt mit den derzeitigen Partnern auch umzusetzen. In puncto fehlender Bankgarantien von Doppelmayr betonte der Landeshauptmann aber: „Von öffentlicher Seite wird es keine Garantien geben. Kärnten hat aus der Vergangenheit gelernt.“ Letztlich gehe es den Regionen um die Umsetzung des Projektes – sollte die angeforderte schriftliche Stellungnahme kein zufriedenstellendes Ergebnis zutage bringen, werde man sich neu orientieren müssen.

Von einem politisch sehr wichtigen Zusammentreffen sprach auch Serracchiani. „Wir konnten unsere Positionen noch einmal klar definieren – alle Beteiligten können jetzt ihre Schlüsse daraus ziehen“, betonte die Präsidentin von Friaul-Julisch Venetien. Es handle sich um ein sehr komplexes Projekt, und um eine hohe Summe an öffentlichen Geldern die investiert werden solle, daher sei eine rasche Entscheidung jetzt unumgänglich. Mit einer Umsetzung des Projektes müsse aus ihrer Sicht noch im nächsten Jahr begonnen werden.

Schon vor Jahren hatten sowohl Kärnten als auch Italien grünes Licht für das 80-Millionen-Euro-Projekt gegeben. 48,5 Millionen Euro würde die Region Friaul-Julisch Venetien bereitstellen, rund sechs Millionen das Land Kärnten. Der Rest müsse von einem privaten Investor kommen – der könnte laut bisherigem Stand die Seilbahnfirma Doppelmayr sein. Innerhalb eines Monats soll letzterer noch einmal die Wirtschaftlichkeit und Finanzierbarkeit des Projektes prüfen um schließlich den beiden beteiligten Regionen ein endgültiges Ergebnis liefern zu können.


Rückfragehinweis: Büro LH Kaiser, Büro LHStv.in Schaunig
Redaktion: Susanne Stirn
Fotohinweis: LPD/Bauer