News

LOKAL

Mehr Mittel für Kärntner Arbeitsmarkt

09.01.2017
Territorialer Beschäftigungspakt 2017 mit 34,4 Mio. Euro dotiert – LHStv.in Prettner, LHStv.in Schaunig und LR Benger legen morgen gemeinsamen Regierungsakt zur Beschlussfassung vor
Auch im traditionell eher beschäftigungsschwachen Dezember konnte Kärnten erneut einen Rückgang der Arbeitslosigkeit und Anstieg der Beschäftigung verzeichnen. Ein Trend, der seit April vergangenen Jahres anhält. In der morgigen Regierungssitzung legt Arbeitsmarktreferentin LHStv.in Gaby Schaunig gemeinsam mit LHStv.in Beate Prettner und Wirtschaftsreferent LR Christian Benger den Territorialen Beschäftigungspakt 2017 zur Beschlussfassung vor. Er sei mit 34,4 Millionen Euro dotiert, das seien um 700.000 Euro mehr als 2016. 8,2 Millionen Euro würden vom Land kommen, 2,4 Millionen Euro aus dem Europäischen Sozialfonds, 18,8 Millionen vom AMS und der Rest von Projektträgern bzw. anderen Dritten. Geplant sei die Finanzierung von rund 4000 Maßnahmenplätzen, geben Prettner, Schaunig und Benger heute, Montag, bekannt.

„Die Zahlen belegen, was uns auch Arbeitsmarktexperten bescheinigen: die von uns gesetzten Maßnahmen greifen“, sagt Arbeitsmarktreferentin Schaunig. „Dennoch dürfen wir in unseren Bemühungen nicht nachlassen – vor allem für ältere Arbeitnehmer und Langzeitarbeitslose, aber auch für Jugendliche, Menschen mit Beeinträchtigung und niedrig Qualifizierte bleibt nach wie vor viel zu tun“, so die Referentin. Auf diese Zielgruppen wird auch im neuen Territorialen Beschäftigungspakt des Landes mit dem Arbeitsmarktservice Kärnten besonders Bedacht genommen.

„Jede Maßnahme und jeder Euro, der Menschen aus der Arbeitslosigkeit zurück in den Arbeitsmarkt holt, ist nicht nur eine wirtschaftspolitische, sondern auch eine gesellschaftspolitische Investition“, betont Sozialreferentin Prettner. „Vor allem für Menschen mit Behinderung geht die Möglichkeit einer beruflichen Tätigkeit weit über den Aspekt der Beschäftigung per se hinaus – sie bedeutet insbesondere Integration und Selbstwert.“

Der Arbeitsmarkt befinde sich in einem ständigen Wandel, die Anforderungen ändern sich laufend. Der TEP ermögliche laut Wirtschaftsreferent Benger Arbeitnehmern eine zeitgemäße und den Anforderungen entsprechende Qualifizierung. „Eine der wichtigsten Maßnahmen für die Arbeitnehmer selbst und die Betriebe in Kärnten sind die Qualifizierungsmöglichkeiten im Rahmen des TEP. Damit bilden wir Menschen aller Altersgruppen entsprechend den Anforderungen des Arbeitsmarktes aus und weiter“, betont der Wirtschaftsreferent.

Inhaltlich wird 2017 einer der Schwerpunkte auf Digitalisierung und Industrie 4.0 liegen. „Wir müssen im Bereich der Aus- und Weiterbildung sowie der Qualifizierung auf die technologischen Fortschritte eingehen“, erläutert Schaunig.


Rückfragehinweis: Büros Prettner, Schaunig, Benger
Redaktion: Matticka/Sternig