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Kärnten: Bildungsangebote sollen Verwaltung noch effizienter machen

09.01.2017
Verwaltungsakademie: LH Kaiser und Direktor Ortner zogen stolze Bilanz – Öffentliche Aufgaben auch öffentlich präsentieren – Ständiges Bildungs-Update notwendig für moderne Verwaltung
Landeshauptmann Peter Kaiser und Heinz Ortner, Direktor der Kärntner Verwaltungsakademie, zogen heute, Montag, eine sehr positive Bilanz über die Aktivitäten der Verwaltungsakademie und gaben einen Ausblick auf das Jahr 2017. Das Programm 2017 setzt neue wichtige Akzente bei Aus- und Weiterbildung und will bezüglich der Anzahl an Veranstaltungen sowie der Seminarteilnahmen das erreichte Niveau jedenfalls halten und nach Möglichkeit sogar ausbauen. Das letzte Jahr war ein Rekordjahr mit der Durchführung von 443 Veranstaltungen und 8.000 Teilnahmen, davon 380 Seminare, Vorträge und Workshops sowie 63 Prüfungstagen bzw. -halbtagen.
Die Verwaltungsakademie richtet sich an den öffentlichen Bereich. Die Klientel sind 60 Prozent Landesbedienstete, 30 Prozent Gemeindebedienstete und 10 Prozent Externe Teilnehmende kommen aus öffentlichen Institutionen, wie etwa Kammern.

Wie der Landeshauptmann sagte, gehe es um Aus-, Fort- und Weiterbildung der Landesbediensteten, aber auch um die Einbindung der Akademie in aktuelle Prozesse der Verwaltungsreform. Es sei wichtig, die öffentlichen Aufgaben auch öffentlich zu präsentieren, sagte Kaiser und hob das enorme Know-how, die große Angebotsvielfalt und Flexibilität der Verwaltungsakademie hervor. Beispielsweise sei es im Zuge des HCB-Skandals gelungen, dass die Verwaltungsakademie ein Krisenkommunikations- und -Managementkonzept für Bezirkshauptleute erarbeitet habe. Ein anderes Beispiel, wie die Verwaltungsakademie auf aktuelle Bedürfnisse reagiere, zeige u.a. das Angebot „Mit arabischer Kultur umgehen“. Ein weiteres Beispiel ist das Fachseminar „Verhandeln vor Gericht“.

Positiv sei die steigende Bildungsakzeptanz, sagte Kaiser und wies darauf hin, dass Bildung auch ein Wettbewerbsfaktor sei, weshalb er sich auch als Bildungs- und Personalreferent erwarte, dass sich die Bediensteten dessen bewusst seien und eigene Bildungsanstrengungen unternehmen. Es sei auch richtig, dass die Verwaltungsakademie immer mehr auf Kooperationen und Partnerschaften setze, wie etwa im Zusammenhang mit der Betrieblichen Gesundheitsförderung.

Direktor Ortner bezeichnete die Verwaltungsakademie als Dienstleister Nummer eins im Öffentlichen Dienst, auf den man sich bewusst konzentriere. Er machte die Vielseitigkeit der Angebote von Fachseminaren deutlich. Von Sprachen, EDV, Persönlichkeit und Kommunikation, über Recht und Verfahren bis zu Organisationsentwicklung, Betriebswirtschaft, Umwelt, Soziales, EU, Sicherheit und Technik, Prüfungen zu Computerführerschein (ECDL), Wirtschaftsführerschein (EBCL), Staatsbürgerschaftstests, usw. spannt sich der weite Bogen. Wie Ortner sagte, wisse man auch das Feedback, das von Gemeinden bzw. auch von Externen komme, zu schätzen. Frischer Wind sorge somit für die Weiterentwicklung.

Ein besonderes öffentliches Highlight bildet nach dem Thema Humor im Vorjahr diesmal Michael Rossie am 17. Mai 2017 in der Klagenfurter Messearena, sein Thema: „Präsentieren ist wie Flirten mit ganz vielen – Wie Sie sich und andere nicht langweilen“. Die Leitveranstaltung „Erfolgsfaktor Humor“ war mit 600 TeilnehmerInnen ein enormer Erfolg.

Das neue Programm wird sich den Themen Resilienz und Gesundes Führen verstärkt widmen. Der klassische Management-Lehrgang sei überarbeitet worden, führte Ortner weiter aus. Zudem gebe es einen Krisenmanagementlehrgang für Gemeinden und Externe. Ein zentrales Thema und eine große Herausforderung bilden für Ortner die Schulungen zum neuen Haushaltsrecht für Land und Gemeinden. Weiters will man auch Kamingespräche zu speziellen Verwaltungsthemen initiieren. Auch eine neue Homepage ist in Ausarbeitung, insgesamt bemühe man sich darum, noch kundenfreundlicher zu werden, so Ortner.

Die Kärntner Verwaltungsakademie wurde mit dem Kärntner Verwaltungsakademiegesetz im Jahr 1998 als „Anstalt öffentlichen Rechts“ ausgegliedert und gegründet. Der Anteil des Landes Kärnten beträgt 100 Prozent, die Fachaufsicht kommt dem Landeshauptmann zu, die Finanzaufsicht erfolgt durch die Landesfinanzreferentin. Neben den Bildungsaufgaben und der Bildungsdokumentation (mit elektronischem Bildungspass) obliegt der Akademie auch die Rechtsdokumentation, also die Einarbeitung von Landesgesetzen ins Rechtsinformationssystem RIS. Insgesamt zählt die Akademie fünf MitarbeiterInnen. Auch in die Seminarräume der Verwaltungsakademie am Bahnhofplatz 5 in Klagenfurt wurde investiert.

Info: www.verwaltungsakademie.ktn.gv.at


Rückfragehinweis: Büro LH Kaiser
Redaktion: kb
Fotohinweis: LPD/Bauer