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POLITIK

Neujahrsempfang 3 – Konstruktiven Weg für Kärnten fortsetzen

16.01.2017
Regierungsmitglieder plädierten für positive Weiterentwicklung - Mehr Jobs und Perspektiven für die Jugend schaffen, gegen Neiddebatten
Insgesamt war der Neujahrsempfang im Casineum von Solidarität und Zukunftszuversicht geprägt. Freude über das Geleistete und insbesondere über die Befreiung von den Milliardenhaftungen der Hypo/Heta kamen allgemein zum Ausdruck. Ebenso äußerte Landeshauptmann Peter Kaiser die Bitte an alle Verantwortungsträger, den konstruktiven Weg für die positive Weiterentwicklung Kärntens gemeinsam fortzusetzen. Die Regierungsmitglieder LHStv.in Beate Prettner, LHStv.in Gaby Schaunig, LR Christian Benger und LR Rolf Holub gaben auf der Bühne kurze Statements zu ihren Ressorts ab.

Für die schwungvolle musikalische Gestaltung sorgte KONSEntertain mit zwölf Studierenden aus Jazz und Klassik und drei KONSE-Professoren. Zur Einstimmung wurde der Hit „Ragazzo Fortunato“ des italienischen Popstars Lorenzo Jovanotti geboten. Dieses Ensemble hatte sich eigens für den Neujahrsempfang formiert. Das Land will auch jedes Jahr zeigen, was seine Ausbildungseinrichtungen leisten und welches Potenzial in ihnen steckt. Diesmal stand eben das Kärntner Landeskonservatorium mit seiner ganzen Vielfalt im Mittelpunkt. Es ist eine wichtige Drehscheibe für die Begabtenförderung des musikalischen Nachwuchses, für die musikalische Ausbildung in Kooperation mit anderen Ausbildungsstätten. Jährlich besuchen rund 650 Studentinnen und Studenten das Konservatorium.

Nach dem bekannten Kärntner Lied „Is schon still uman See“ von Günther Mittergradnegger (bearbeitet von Thomas Modrej und Roland Streiner) folgte eine kurze Filmvorführung, welche die wichtigsten Ereignisse des Vorjahres Revue passieren ließ, verbunden mit Grußbotschaften und Wünschen von Kärntnerinnen und Kärntnern aus den unterschiedlichsten Bereichen. Auch Moderatorin Ute Hofstätter-Pichler zeigte sich beeindruckt vom Film, der die Buntheit und Vielfalt Kärntens sowie die Hilfsbereitschaft der Bewohner sehr ansprechend zum Ausdruck bringt.

„Eine Politik, die Verantwortung für die Gesellschaft, für das Land und für die Menschen in diesem Land ernst nimmt, ist verpflichtet, nicht für den nächsten Wahltermin, sondern für das Wohl der Menschen zu arbeiten“, betonte LHStv.in Beate Prettner. Sie sagte, dass sie sich auch darüber sicher sei, dass es keine bessere Sicherheitspolitik als eine gerechte Sozialpolitik gebe. Als innovatives Beispiel nannte sie die Kooperation von AUVA und Kabeg im Zusammenhang mit dem UKH. Gemeinsamkeit sei entscheidend. Denn „einem Land geht es nur so gut, wie es seinen schwächsten Mitgliedern geht. Wir müssen die Gemeinsamkeit, die Solidarität wieder mehr in den Blickpunkt rücken. Nicht Neiddebatten. Nicht die gespaltene Gesellschaft. Nein. Es geht um unsere gemeinsame Zukunft“, appellierte Prettner.

LHStv.in Schaunig nannte ihre Schwerpunkte für 2017: Jobs, Jobs, Jobs. Der Aufschwung am Arbeitsmarkt gebe die Möglichkeit, die Mittel noch gezielter für die besonders benachteiligten Personengruppen einzusetzen, wie beispielsweise ältere Menschen und Langzeitarbeitslose. „Ein Arbeitsplatz ist die beste soziale Absicherung und jeder Cent, den wir hier investieren, macht sich langfristig doppelt und dreifach bezahlt. Ein zweiter wichtiger Arbeitsschwerpunkt ist das neue Wohnbauförderungsgesetz, mit dem wir auf aktuelle gesellschaftliche Entwicklungen reagieren, leistbaren Wohnraum schaffen und die Bauwirtschaft noch stärker ankurbeln können“, so Schaunig, die zudem auf ein zukunftsorientiertes Budget 2017 hinwies.

Wie der Kurzfilm gezeigt habe, sei Kärnten ein Land der leistungsbereiten Menschen, von Unternehmern, die für Arbeitsplätze sorgen und von Arbeitnehmern, die mit ihrer täglichen Arbeit und Steuerleistung dazu beitragen, dass die Strukturen im Land aufrecht erhalten werden können, sagte Benger. Das übergeordnete Ziel sei für alle Referatsbereiche gleich. „Wir müssen Mehrwert schaffen. Bei allen Maßnahmen, die wir setzen, müssen die Menschen einen Nutzen haben. Wir müssen einen Gründergeist entfachen, denn neue Unternehmen bedeuten neue Jobs und Perspektiven für die Jungen. Im Tourismus werden wir den Aufwind aus dem Vorjahr nutzen, die Investitionsbereitschaft weiter unterstützen, denn den Wettbewerb gewinnen unsere Touristiker mit Qualität“. Die Kultur sieht Benger als wesentlichen Motor für das Ehrenamt. Denn die freiwillige Tätigkeit sichere das gesellschaftliche Zusammenleben, die Identität und schaffe Bindung der Jugend an ihre Heimat, so Benger. Er betonte auch, das noch mehr Augenmerk auf Sicherheit gelegt werden müsse, diese sei wesentlich, damit Wirtschaft floriere.

LR Holub sagte, dass die Hypo/Heta-Lösung extrem wichtig gewesen sei, um weitere Schritte für die Zukunft setzen zu können. Er hob die positiven Auswirkungen des Kärntner Mobilitäsmasterplanes sowie des Energiemasterplanes hervor. Ein immer wichtiger werdendes Thema sei Wasserversorgung und Wasserqualität.

Unter den vielen Gästen wurden insbesondere begrüßt: Die Landtagspräsidenten Reinhart Rohr und Rudolf Schober (stellvertretend für alle Abgeordneten), Diözesanbischof Alois Schwarz und Superintendent Manfred Sauer, weiters stellvertretend für das konsularische Korps Österreichs Botschafterin in Laibach, Sigrid Berka, der slowenische Botschafter in Österreich, Andrej Rahten, der kasachische Botschafter Kairat Sarybay und der slowenische Generalkonsul Milan Predan, Veldens Bürgermeister Ferdinand Vouk (stellv. für alle Städte- und GemeindevertreterInnen). Ebenso gekommen waren VertreterInnen der Justiz, des Militärs, der Polizei, der Rettungsorganisationen, der Behörden und Kammern, der Heimatverbände und Slowenenorganisationen, der Wirtschaft, aus dem Krankenanstaltenbereich, aus dem Bildungsbereich, dem Bereich Kultur und Tourismus sowie aus Sport und Medien. Der offizielle Teil der Veranstaltung endete mit dem Hit „Postan ti sam“ der slowenischen Band Murat und Jose.


Rückfragehinweis: Büros Regierungsmitglieder
Redaktion: Brunner/Böhm
Fotohinweis: LPD/Bauer bzw. LPD/Höher