News

LOKAL

Velden, Afritz und Finkenstein setzten auf neue Gästetrends

18.01.2017
LR Benger: Drei Gemeinden errichten Slow Trails - Land unterstützt Investitionen in Tourismus-Infrastruktur
Damit die Gemeinden die Kärntner Tourismusstrategie umsetzen und die höchste Konzentration südlichen Lebensgefühls in ganz Kärnten durchgängig erlebbar wird, wurde im Land im Herbst 2016 eine neue Förderschiene entwickelt: „Den Berg-Rad-See-Topf im Gemeindereferat gibt es zum ersten Mal. Damit unterstützen wir nachhaltige, touristische Infrastruktur in den drei Kernthemen, die der Tourismusstrategie entsprechen und den Gästetrends entgegen kommen“, erklärte, heute, Mittwoch, Tourismuslandesrat Christian Benger. Die drei Kernthemen sind die Berg-Rad-See-Infrastruktur in den Gemeinden. „Der Gast will das Land erleben, will sich in der Natur bewegen, Land und Leute kennen lernen. Dafür brauchen wir Infrastruktur, die die Gäste dazu einlädt und die etwas Besonderes ist“, betonte Benger. Dieses Gästeverhalten belegen auch sämtliche Studien und Marktforschungen.

Auf einen besonderen Trend setzen die Gemeinden Velden, Afritz und Finkenstein in Zukunft. Sie errichtet in der Römerschlucht einen Slow Trail. „Slow Trails sind neue Leitprodukte, leicht begehbare Kurzwanderwege rund um die Kärntner Seenlandschaft mit besonderen Naturplätzen und Seepanoramen. Es gibt klare Kriterien, einheitliche Inszenierungen und vor allem ein ganzjähriges Seenerlebnis“, beschreibt Benger die Infrastruktur. Die Slow Trails seien auch als Antwort auf High Speed zu sehen, denn es gehe bei diesem Wandern nicht um schneller, höher oder weiter. Sogar die maximalen Höhenmeter sind ein Kriterium für die Umsetzung, die Gesamtläge oder die Wegbeschaffenheit. Es müsse laut Benger garantiert sein, dass der Naturgenuss im Vordergrund steht. Sitzbänke, Aussichtsplattformen, Hängematten und vieles mehr begleiten diese Einrichtungen.

In Velden wird der Slow Trail durch die Römerschlucht, vorbei am Forstsee, entstehen. Der Weg muss nicht neu errichtet, aber adaptiert werden und entsprechend dem Slow Trail-Konzept inszeniert werden. „Die Gemeinde setzt ein trendiges Konzept um, das auch der einheimischen Bevölkerung zu Gute kommt, das der Tourismusstrategie entspricht und das von den Kosten her sehr überschaubar ist“, so Benger. Der Start, das Eingangs-Gate wird sich bei der sogenannten Franzosenkirche befinden, am Göriacher Bach entlang in Richtung Forstsee verlaufen. Am Ende des Weges befindet sich eine Naturkanzel, von welcher ein Panoramablick über die ganze Veldener Westbucht frei wird. Der Weg wird für wenig gut geübte Wanderer leicht begehbar sein, verfügt über idyllische, naturbelassene Landschaftselemente und Seezugänge.

In Finkenstein wird der Slow Trail vom Faaker See zur Burgruine Finkenstein inszeniert werden. Auch hier wird ein bestehender Wanderweg genutzt, um Gästen etwas Neues zu bieten. Auch hier wird das Start-Gate errichtet, werden Sitzbänke aufgestellt und Aussichtsplattformen gestaltet. Thematisch stehen im Zentrum das türkis-blaue Wasser des Faaker Sees und seine Entstehungsgeschichte.

In der Gemeinde Afritz wird rund um den Afritzer See ein Rundweg als Slow Trail errichtet. Das Landschaftsschutzgebiet mit den verschiedenen Vegetationsformen, der artenreichen Seeflora und –fauna stehen im Mittelpunkt der Inszenierung. Relaxmöbel entlang des Weges und Sonnenterrassen werden die Natur erlebbar machen. Immer wieder entlang der Strecke kommt man direkt mit dem See in Berührung, wo man auch mit einem kurzen Sprung ins Wasser den See erlebt. Der Weg muss ausgebaut werden und inszeniert werden, eine Panoramakarte sorgt für Orientierung. Die förderbaren Gesamtkosten betragen rund 127.000 Euro, 50 Prozent übernimmt auch hier das Land, also rund 63.000 Euro.

„Die Tourismusstrategie wird zu 100 Prozentumgesetzt, man wird den Gästetrends gerecht und schafft kostengünstig trendige Infrastruktur“, fasste Benger zusammen. Die Gemeinde investiert in die Umsetzung rund 36.000 Euro, das Land fördert aus dem Berg-Rad-See-Topf 50 Prozent, also rund 18.000 Euro.


Rückfragehinweis: Büro LR Benger
Redaktion: Robitsch/Zeitlinger