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Gesundheitsreferentin korrigiert Ärztekammer-Präsident

19.01.2017
LHStv. in Prettner wundert sich über „offensichtliche Null-Kommunikation“ - Neuregelung der Ärztebereitschaft erfolgte einstimmig
„Offensichtlich schwerste Kommunikationsmängel“ ortet LHStv.in Beate Prettner innerhalb der Kärntner Ärztekammer. Nur so kann sie sich die jüngste Kritik von Präsident Dr. Josef Huber an der Neuregelung der Ärztebereitschaft erklären. „Faktum ist, dass mit Dr. Gert Wiegele, Kurienobmann der niedergelassenen Ärzte, und Mag. Klaus Mitterdorfer, Direktorstellvertreter der Ärztekammer, zwei Vertreter der Ärztekammer am Verhandlungstisch gesessen sind.

„Die Neuregelungen wurden in einem äußerst konstruktiven, positiven Miteinander besprochen und mit der Zustimmung aller Beteiligten fixiert“, erklärt die Gesundheitsreferentin. Bei der anschließenden Pressekonferenz habe Dr. Wiegele die ausverhandelten Maßnahmen auch goutiert und unterstützt. „Es ist schon bemerkenswert, dass der Präsident von all dem nichts weiß“, so Prettner. Da müsse sie sich schon fragen, ob er die Zügel in der Kammer noch im Griff habe.
Es könne also keine Rede davon sein, dass den Kärntner MedizinerInnen „einseitig neue Regeln aufgezwungen“ wurden, wie es Huber behauptet. Die von ihm zitierte „äußerst aggressive Begleitmusik“ geschehe nicht durch die Politik, sondern durch seine wiederholten falschen Behauptungen, bedauert Prettner. Sie verweist zudem auf die Tatsache, dass sie als Gesundheitsreferentin primär als Mediatorin zwischen den beiden Vertragspartnern GKK und Ärztekammer fungiert habe.

LHStv.in Prettner fordert den Ärztekammer-Präsidenten auf, wie sein Kollege Dr. Wiegele konstruktiv an einer Verbesserung des Systems mitzuwirken. Vor allem aber bittet sie ihn, keine Falschinformationen zu verbreiten. „Niemand will den Medizinerinnen und Medizinern einen Urlaub streitig machen. Es geht einzig und alleine um eine Koordination der Urlaubstage, wie es in allen anderen Bereichen der Fall ist.“

Außerdem verweist Prettner auf ihr Engagement, den Beruf des Allgemeinmediziners wieder attraktiver zu machen und die Arbeitsbedingungen für niedergelassene Ärzte zu verbessern. „Der Beruf des Hausarztes muss wieder erstrebenswerter werden. Die Work-Life-Balance spielt dabei eine immer größere Rolle - mit einer Weiterentwicklung des niedergelassenen Systems schafft die Politik dafür die notwendigen Rahmenbedingungen“, erklärt die Gesundheitsreferentin.


Rückfragehinweis: Büro LHStv.in Prettner
Redaktion: Grabner/kb