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Regierungssitzung 2 – Ambulanter psychiatrischer Notdienst rund um die Uhr

24.01.2017
LHStv.in Prettner zieht Bilanz: Seit zehn Jahren steht kostenlose Notfallhilfe zur Verfügung – 5.000 Krisen-Telefonate und 2.000 Einsätze pro Jahr – Subvention rückwirkend für 2016 beschlossen
Vor zehn Jahren wurde in Kärnten der ambulante psychiatrische Not- und Krisendienst (PNK) – Trägerschaft KABEG - installiert. Bis heute gilt dieser als Vorzeigemodell in psychischen Notlagen. „Der PNK ist eine für Patientinnen und Patienten kostenlose Notfallhilfe, die sieben Tage die Woche rund um die Uhr, also von 0 bis 24 Uhr, zur Verfügung steht“, informiert Gesundheitsreferentin Beate Prettner heute, Dienstag. Geholfen wird nicht nur via telefonische Beratung, sondern bei Bedarf auch vor Ort. Jeweils zwei qualifizierte MitarbeiterInnen versehen gemeinsam Dienst. In der heutigen Regierungssitzung wurde rückwirkend für 2016 für diese Einrichtung eine Subvention von 359.000 Euro beschlossen.

„Der PNK ist für alle psychischen Störungen, die einer Akutintervention bedürfen, zuständig. Letztlich geht es auch um die Vermeidung von stationären Aufenthalten“, erklärt Prettner. Als Krankheitsbilder sind unter anderem organische einschließlich symptomatische psychische Störungen (z.B. Krisen bei Alzheimer-Kranken), Verhaltensstörungen durch psychotrope Substanzen (z.B. Beratung von Alkoholkranken), neurotische Belastungsstörungen wie Panikattacken und Krisen von Borderlinern typisch.

Knapp 5.000 Einsatzstunden werden pro Jahr von den Experten (PsychologInnen. PädagogInnen, diplomierte Gesundheits- und Krankenpfleger, ÄrztInnen) in den beiden ambulanten PNK-Stellen (Ost und West) geleistet. Ein Blick auf die Statistik zeigt, dass jährlich rund 5.000 Notfall-Telefonate geführt werden und es zu durchschnittlich 2.000 Einsätzen kommt. „Diese Zahlen zeigen anschaulich und dramatisch, wie wichtig dieser ambulante psychiatrische Krisendienst ist“, meint Prettner.


Rückfragehinweis: Büro LHStv.in Prettner
Redaktion: Grabner/Böhm