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Regierungssitzung 3 – Zehn Jahre Jugendnotschlafstelle Klagenfurt

24.01.2017
LHStv.in Prettner: JUNO bietet Kindern und Jugendlichen Dach über Kopf und auch Betreuung und Krisenhilfe – Rückwirkend für 2016 Förderung für Personal- und Sachkosten der JUNO Klagenfurt beschlossen
Die Jugendnotschlafstelle (JUNO) in Klagenfurt hat im Laufe ihres zehnjährigen Bestehens (von 2006 bis 2007 als Pilotprojekt geführt) hunderten Kindern und Jugendlichen in Krisensituationen Obhut geboten. Als Dauerbetrieb wurde sie ab 2007 im Volkshilfeheim in der Platzgasse eingerichtet. 2013 übersiedelte die JUNO in die Gabelsbergerstraße, seit Oktober des Vorjahres hat sie ihren neuen Standort in der Karawankenzeile. „Hier bietet sie jungen Menschen zwischen zwölf und 21 Jahren, die von temporärer, latenter oder manifester Obdachlosigkeit betroffen sind, nicht nur ein Dach über dem Kopf, sondern auch entsprechende Betreuungsangebote“, informiert Sozialreferentin LHStv.in Beate Prettner heute, Dienstag. Es handelt sich vor allem um Jugendliche, die aufgrund eines aktuellen Konflikts aus der Obhut ihrer Erziehungsberechtigten geflüchtet sind, die Beratung oder Grundversorgung suchen oder aber auch ein höherschwelliges Wohn-und Betreuungsangebot nicht annehmen wollen. In der heutigen Regierungssitzung wurde für die JUNO Klagenfurt rückwirkend für 2016 eine Förderung für Personal- und Sachkosten in der Höhe von 290.000 Euro beschlossen.

Als Ziele der JUNO gelten die Bereitstellung eines Schutzraums, Krisenintervention und Stabilisierung der Lebensumstände, die Überführung in einen passenden Betreuungskontext sowie die Sicherung oder Wiederherstellung von gesellschaftlicher Inklusion. „Die fünf Fachkräfte leisten hervorragende Beziehungs-und Motivationsarbeit, Krisenintervention und auch Mediation“, sagt Prettner. Die JUNO verfügt über zehn Betreuungsplätze plus zwei Notfallplätze. Übrigens: Auch in Villach gibt es seit Feber des Vorjahres eine JUNO, diese feiert damit in wenigen Tagen Ein-Jahr-Jubiläum. Sie bietet zehn jungen Menschen Platz. Die beiden Jugendnotschlafstellen haben sieben Tage die Woche von 17 bis 9 Uhr geöffnet. Entsprechende Fördermaßnahmen sichern eine qualitativ hochwertige Betreuung. „Die Vermittlung gegenseitiger Akzeptanz, Respekt und Wertschätzung sind wichtige Betreuungsgrundsätze“, erläutert die Sozialreferentin – und ergänzt: „Unser Ziel ist es, Kindern und Jugendlichen möglichst gleiche und faire Chancen für ihr Erwachsenwerden zu geben.“


Rückfragehinweis: Büro LHStv.in Prettner
Redaktion: Grabner/Böhm