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Fehlende Winterlandschaft wirkt sich auf Tourismus aus

24.01.2017
LR Benger: Schneemangel machte perfekte Pistenverhältnisse nicht wett – 2016 Rekord mit knapp 3 Mio. Ankünften, Nächtigungen Kalenderjahr 2016: Plus 4,3 Prozent
Die aktuellen Nächtigungszahlen im Dezember machen deutlich, dass eine Winterlandschaft zum Winterurlaub einfach dazu gehört. „Die perfekten Pistenverhältnisse haben die fehlende Winterlandschaft nicht wettmachen können. Weniger Ankünfte und weniger Nächtigungen im Dezember sind leider das Resultat für den Tourismus“, fasst LR Christian Benger die aktuelle Statistik zusammen.
463.194 Übernachtungen gab es im Dezember, das sind 10 % weniger als im Dezember 2015. Wobei die Inländerübernachtungen mit einen Minus von 1,8 % zu Buche schlägt, während um 14, 1% weniger Gäste aus dem Ausland im Dezember nach Kärnten kamen.
Auch bei den Ankünften wurden 3,6 % weniger verzeichnet als im Vorjahresdezember, nämlich 138.190. Sogar die Aufenthaltsdauer ging im Dezember 2016 zurück, von ursprünglich 3,8 Tagen auf nun 3,4 Tage. „Man hat im Winterurlaub klare Erwartungen und da gehört eine Winterlandschaft dazu. Angebote wie Winterwandern, Wellness werden gerne angenommen, wir haben auch +7,6 % im Vier-Sterne-Plus-Bereich, aber zu Stimmung gehört einfach die weiße Landschaft. Das wurde uns aus vielen Regionen berichtet“, so Benger. Da haben auch die perfekten Pisten nicht mehr gereicht. „Die Mitarbeiter in den Schigebieten haben alles aufgeboten, um perfekte Pistenverhältnisse zu zaubern und es ist ihnen wirklich gelungen, was auch in Anbetracht der Temperaturen im Dezember eine Höchstleistung war. Dazu kommt natürlich der finanzielle Aufwand für jedes Schigebiet und die Gemeinden“, weist Benger hin.

Auch, dass es der zweite Dezember in Folge geprägt von akutem Schneemangel ist, wirke sich laut Benger aus. „Wer einen Winterurlaub schneelos in Kärnten verbracht hat, macht das schwer ein zweites Mal, wenn er Alternativen hat. Dieser Tatsache muss man ins Auge schauen“, so Benger. Die Zahlen aus den Schiorten sind eindeutig: Hermagor -14 %, Bad Kleinkirchheim -18,6%, Rennweg -12,4 %, Reichenau – 16,9 %, Flattach -15 %, Heiligenblut -22,2 % oder Mallnitz -16,2 %.

Aber es zeige sich aber auch, dass das Alternativangebot, wo Schifahren nicht Vordergrund steht, funktioniere. An den Seen, wo immer mehr Betriebe im Winter offen haben und der Advent mit seinem Brauchtum locke, gebe es zahlreiche Orte mit einem Nächtigungsplus im Dezember. Velden +8 % oder Pörtschach + 44 %.

Es sei der Dezember für Benger als Tourismusreferent kein Grund, den Kopf hängen zu lassen. Denn das Kalenderjahr 2016 beschert Kärntens Tourismus ein Plus bei den Nächtigungen von 4,3 %.

Außerdem könne Kärnten einen Ankünfte-Rekord von 2.968.000 Millionen vermelden. Im Kalenderjahr 2015 waren es noch 2.846.960 Ankünfte „Wir kratzen knapp an der 3 Mio.-Marke. Der Aufholprozesse ist da, das sehen wir vor allem bei den Investitionen. Hier liegt Kärnten erstmalig mit 130 Mio. Euro im Spitzenfeld Österreichs. Unsere Betriebe rüsten sich für den täglichen Wettbewerb!“, erklärt Benger.

Noch im Oktober (+11 %) und November (+3 %) freuten sich die Touristiker über Zuwächse bei Ankünften und Nächtigungen.


Rückfragehinweis: Büro LR Benger
Redaktion: Robitsch/kb