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HCB-Monitoring: Positiver Trend im Görtschitztal setzt sich fort

26.01.2017
Aktuelle Fichtennadel- und Luftqualitätsmessungen bestätigen positive Entwicklung – Erkenntnis Landesverwaltungsgericht: keine Schädigung des Görtschitztaler Bodens – Ergebnisse auf www.ktn.gv.at


Klagenfurt (LPD). Auf eine positive Entwicklung der Umweltsituation im Görtschitztal verwies aufgrund der vorliegenden aktuellen Monitoring-Analysen heute, Donnerstag, die Umweltabteilung des Landes Kärnten: Nördlich von Brückl liegen die HCB-Gehalte in Fichtennadeln unter der Bestimmungsgrenze, die Luftqualitätsmessungen sind weiterhin unter dem empfohlenen Langzeitimmissionsgrenzwert der MedUni Wien und die Quecksilbergehalte entsprechen Hintergrundwerten. Zur Kenntnis wird auch das Erkenntnis des Landesverwaltungsgerichtes Kärnten gebracht: Durch die HCB-Emissionen ist keine Schädigung des Görtschitztaler Bodens eingetreten. Diese Entscheidung wurde anlässlich der Abweisung einer Beschwerde des Kärntner Naturschutzbeirats als Umweltanwalt nach den Bestimmungen des Bundes-Umwelthaftungsgesetzes (B-UHG) gefällt.

Konkret: Die HCB-Gehalte der Fichtennadelproben 2016 lagen mit Ausnahme der durch Aktivitäten zur Sicherung der Altlast K20 beeinflussten, deponienahen Standorte unter der Bestimmungsgrenze von 0,002 mg/kg. Die Beprobungen der Fichtennadeln im Raum Görtschitztal werden regelmäßig weitergeführt.

Die Quecksilbergehalte in den Fichtennadeln liegen im oberen Talbereich bis in den Raum nördlich von Brückl – mit nur zwei Ausnahmen – im Bereich des Hintergrundvergleichswertes. Im Umgebungsbereich der Altlast K20 südlich von Brückl war eine teilweise Abnahme der Quecksilber-Gehalte zu verzeichnen.

Die Auswertung der Luftqualitätsmessungen (HCB-Passivsammlermessungen) für das Jahr 2015 zeigt, dass im gesamten Bereich des Görtschitztales nördlich von Brückl der durch das Institut für Umwelthygiene der Medizinischen Universität Wien empfohlene Langzeitimmissionsgrenzwert (Jahresmittelwert) von 2 ng/m³ eingehalten wurde und sich die aktuelle HCB-Belastung auf den unmittelbaren Nahbereich der Altlast K20 der Donau Chemie AG in Brückl konzentriert. Die Messergebnisse im Jahr 2016 an der Messstelle Klein St. Paul zeigen ebenfalls eine deutliche Unterschreitung dieses Langzeit-Immissionsgrenzwertes.

Das Erkenntnis des Landesverwaltungsgerichts stellt auf Basis umfassender Bodenuntersuchungen und unter Berufung auf Amtssachverständige im Zeitraum Dezember 2014 bis ins Jahr 2016 darüber hinaus fest, dass eine Grundbelastung in ganz Kärnten messbar sei und dass ein durchschnittlicher Wert von 2 µg/kg in Kärnten als gängig gelte. Eine Veränderung der HCB-Konzentration im untersuchten Boden, ausgelöst durch das Ereignis im Jahre 2014, liegt im Bereich des Durchschnittswertes in Kärnten.

Die vorliegenden Probenergebnisse sowie das Erkenntnis des Landesverwaltungsgerichts sind auf der Homepage des Landes www.ktn.gv.at (Sonderthema HCB) veröffentlicht.

Darüber hinaus wird seitens des Landes Kärnten und des Umweltministeriums das Umweltprojekt „Umwelt- und Humanbiomonitoring Görtschitztal – Bestandsaufnahme und Konzeptentwicklung“ finanziell unterstützt. Das Projekt verfolgt das Ziel, Emissionen und Immissionen in der Region einem strikten Monitoring zu unterziehen. Die Fülle der bereits bestehenden Messungen soll dahingehend analysiert werden, ob die Daten und Messungen ausreichend sind, um die künftige Schadstoffbelastung weiter zu minimieren. Es geht dabei um Luft-Monitoring ebenso wie um das Monitoring von Grundwasser, weiters um Biomonitoring, Humanmonitoring, Umwelttoxikologie und Humantoxikologie. Auf der Basis der Evaluierung des bisherigen Messkonzeptes soll geklärt werden, ob eine Anpassung des Konzeptes erforderlich sein wird. Dies zeigt, dass die Abteilungen des Landes mit der Bevölkerung zusammenarbeiten.


Rückfragehinweis: Abt. 01/ Landespressedienst
Redaktion: Stirn/Kreiner