News

LOKAL

In Oberkärnten entsteht Österreichs modernste landwirtschaftliche Schule

09.02.2017
LR Benger: Kompetenzzentrum für Agrar- und Haushaltsmanagement am Litzlhof geht in Umsetzung – Baustart im Mai, bezugsfertig im Schuljahr 2018 – Investition: 5,97 Mio. Euro


Klagenfurt (LPD). Am Litzlhof in Lendorf entsteht Österreichs modernstes Kompetenzzentrum für Agrar- und Haushaltsmanagement. Grund dafür ist die Zusammenführung der beiden Landwirtschaftlichen Fachschulen Drauhofen und Litzlhof, die rund 2,2 Kilometer voneinander entfernt liegen. „Wir führen zusammen, was zusammen passt und erreichen den nächsten Ausbildungs-Level mit dieser Investition. Der Schulstandort in Oberkärnten wird abgesichert und der attraktivste in ganz Österreich. Wir schreiben Bildungszukunft“, sagte Agrarlandesrat Christian Benger anlässlich des Beschlusses in der Landesregierung, womit der Baubeginn im Mai 2017 erfolgen wird.


Die notwendigen Umbauarbeiten und der Ausbau des Internats am Litzlhof belaufen sich nun nach der Prüfung des Landesrechnungshofes auf rund 5,97 Mio. Euro, errechnet wurde dies von der Landesimmobiliengesellschaft, die als Gebäudeeigentümer auch den Architektenwettbewerb durchgeführt hat. Zudem entsteht für das Land Kärnten eine nachhaltige Kostenreduktion von jährlich 640.000 Euro bei gleichzeitiger Qualitätssteigerung am Standort.


Hauptbestandteil des Projektes ist ein dreigeschossiger Zubau nordöstlich des bestehenden Schulgebäudes, der mit dem aktuellen Schulgebäude verbunden ist. Er dient für Internats- und Schulräumlichkeiten. Auch ein Glashaus für den Unterricht zum Pflanzenbau wird errichtet. In Summe werden 2.400 Quadratmeter adaptiert. 270 Schülerinnen und Schüler werden im neuen Kompetenzzentrum Platz finden. 35 Lehrer werden unterrichten und das Internat betreuen. Die Kosten für die Einrichtung werden über das Budget der Abteilung 10 aufgebracht, dafür wurden die finanziellen Mittel bereits angespart.


Die Zusammenlegung wurde ins Auge gefasst, weil in Drauhofen mit dem Ausbildungszweig Haushaltsmanagement ein Investitionsbedarf von 9,2 Millionen Euro besteht. Die bestehende Heizung in Drauhofen stammt beispielsweise aus dem Jahr 1965 und die letzte Investition ins Haus wurde vor 24 Jahren getätigt. „Die Sanierung war undenkbar. So ehrlich muss man sein. Daher haben wir eine andere Lösung gesucht und ein Win-win-Konzept für alle Betroffenen gefunden“, erklärt Benger, der sich auch bei allen bedankt, denn nur durch die Offenheit und den Blick in die Zukunft aller sei die Umsetzung möglich geworden.


Dem Beschluss zuvor ging ein Architektenwettbewerb, der Sieger, Egbert Laggner aus Sachsenburg, wurde am 9. Dezember 2015 ermittelt. Die einzige Vorgabe des Agrarlandesrates: die Verwendung von Holz beim Anbau am Litzlhof. 80 Prozent des Zubaus werden aus Holz bestehen, lediglich das Stiegenhaus und der Turnsaal werden aus Beton gebaut.



Rückfragehinweis: Büro LR Benger

Redaktion: Robitsch/Böhm

Fotohinweis: Büro LR Benger