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Klarstellung zu Heu in Lebensmitteln

13.02.2017
Institut für Lebensmittelsicherheit in der Kärntner Landesregierung tritt gegen Falschmeldungen rund um das Thema „Heu in Lebensmitteln“ auf


Bei der Verwendung von Heu als Zutat in Lebensmitteln besteht die Gefahr, dass für den menschlichen Verzehr ungeeignete Pflanzen mitverarbeitet werden. Aufgrund medial divergierender und vor allem in den sozialen Medien kursierender falscher Behauptungen rund um die Thematik „Heu in Lebensmitteln“ stellt das Institut für Lebensmittelsicherheit in der Kärntner Landesregierung Folgendes klar: „;Der Einsatz von Heu als Lebensmittel ist nicht zulässig.“ Das betont der Bereichsleiter „Pflanzliche Lebensmittel“, Harald Truschner.

Bei der Gewinnung von Heu durch Mähen bestehe nämlich die Gefahr, dass für den menschlichen Verzehr ungeeignete Pflanzen mitverarbeitet würden. „Zum Beispiel enthalten einige unserer Wiesenpflanzen leberschädigende und krebserregend wirkende Pyrrolizidinalkaloide“, so der Experte. Davon nicht betroffen seien Kräuterprodukte wie Kräutertee und Kräuterbutter. „Angebaute oder wild wachsende handgesammelte Pflanzen dürfen als Zutat in Lebensmitteln verwendet werden. Voraussetzung ist, dass es sich um essbare Pflanzen handelt, die üblicherweise als Lebensmittel verwendet werden. Durch Anbau ausgewählter Kräuter, sorgfältige Ernte und Verarbeitung kann die Gefahr von Verunreinigungen minimiert werden“, präzisiert Truschner.

Vom Heu-als-Lebensmittel-Verbot ebenso nicht betroffen sind Heumilcherzeugnisse. Heumilcherzeugnisse werden aus Milch von Kühen hergestellt, die ausschließlich mit Gräsern und Kräutern, Heu sowie Getreideschrot gefüttert werden. „Heu ist also nicht Zutat des Lebensmittels, sondern Futtermittel für die Tiere“, heißt es aus dem Institut für Lebensmittelsicherheit.



Rückfragehinweis: Institut für Lebensmittelsicherheit
Redaktion: Grabner/Böhm