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Neues Europaschutzgebietszentrum in Kappel/Krappfeld ist Meilenstein für den Naturschutz

17.02.2017
LR Holub: Spatenstich für Bau des Europaschutzgebietszentrums Mannsberg-Boden – Finanzierung erfolgt aus EU-Mitteln


Mit dem Bau des Europaschutzgebietszentrums „Mannsberg-Boden“; in Kappel/Krappfeld geht der Kärntner Naturschutz völlig neue Wege. Zum ersten Mal soll an einem Ort umfassend und detailliert über die Wichtigkeit und Bedeutung des Naturschutzes in Kärnten informiert werden. Das Projekt wird bis Dezember 2017 fertiggestellt sein und soll der Bevölkerung die Vorteile und Schwerpunkte der Kärntner Naturschutzarbeit näherbringen.

Geplant seien Naturschutzausstellungen, Seminare und Weiterbildungsveranstaltungen sowie Kooperationen mit Kärntner Schulen, der Umweltschutzabteilung des Landes und der Naturschutzforschung, informierten Umweltlandesrat Rolf Holub und Projektbetreiber Hannes Löschenkohl heute, Freitag, in einer gemeinsamen Pressekonferenz. Die Kosten von rund 1,3 Millionen Euro kommen aus EU-Geldern: „Investitionen in den Schutz der biologischen Vielfalt im ländlichen Raum werden von der Europäischen Union stark unterstützt. Es ist heute ein stolzer und wichtiger Tag für den Naturschutz. Man sieht an diesem Projekt auch, was in einem Schutzgebiet alles möglich ist“, so der Umweltreferent. Der Naturschutz werde in Zukunft immer stärker zu einem zweiten Standbein für die Landwirtschaft.

Löschenkohl dankte Umweltreferent Holub und den zuständigen Beamten der Umweltabteilung für die Zusammenarbeit und Kooperation: „Unsere Pläne kommen jetzt in der Realität an. Es ist wichtig, die Menschen für den Naturschutz zu sensibilisieren. Wir werden mit diesem Zentrum Bewusstsein für Lebensräume schaffen und zeigen, wie Naturschutz funktioniert“, so Löschenkohl. Gerade, dass das Zentrum mitten in einem Schutzgebiet liegt, mache es so wertvoll. Man werde hier direkt vor der Türe die Möglichkeit haben, geschützte Arten zu erleben: „Schützen wir das, von dem wir leben“, appellierte Löschenkohl.

Das Zusammenwirken von Naturschutz und Landwirtschaft sei zudem ein wesentlicher Baustein des neuen Europaschutzgebietszentrums: „Es geht am besten mit Kooperation und Kommunikation“, so Holub und Löschenkohl.


Rückfragehinweis: Büro LR Holub
Redaktion: Rauber/kb
Foto: Büro LR Holub