News

POLITIK

Regierungssitzung 3 - Frauenhäuser: Wo weibliche Gewaltopfer Hilfe finden

21.02.2017
LHStv.in Beate Prettner: 1,83 Millionen Euro für Kärntner Frauenhäuser beschlossen


Seit 2007 sieht das Kärntner Mindestsicherungsgesetz die Bereitstellung von Frauenhäusern vor. Aktuell finanziert das Land vier solcher Einrichtungen – Klagenfurt, Spittal, Villach, Wolfsberg – mit in Summe 80 Plätzen. „In den Frauenhäusern finden Frauen, aber auch deren minderjährige Kinder, die der Gewalt von Angehörigen ausgesetzt sind, nicht nur eine vorübergehende Wohnmöglichkeit und damit Sicherheit, sondern auch Betreuung und Beratung“, erklärte Sozialreferentin LHStv.in Beate Prettner heute, Dienstag. Ziel sei es, die Gewalterfahrungen zu bearbeiten und zu verarbeiten und den Frauen eine neue Lebensperspektive zu eröffnen.

„Fakt ist leider, dass wir nach wie vor in einer Gesellschaft leben, in der mehr Frauen als man vermeinen möchte, Gewalt in der Familie ausgesetzt sind. Nur ein Bruchteil dieser Frauen findet allerdings die Kraft, sich und ihr Schicksal zu outen und Hilfe zu suchen“, bedauert Prettner. Die Referentin appelliert daher an alle Betroffenen, sich bewusst zu machen, dass es tatsächlich Hilfe und Unterstützung gibt. „Die Betreuung passiert fachlich umfassend“, so Prettner. Übrigens: Die Frauenhäuser sind rund um die Uhr mit Fachkräften besetzt. 79 Vollzeit- bzw. Teilzeitbeschäftigte kümmern sich um die Hilfesuchenden. In der heutigen Regierungssitzung wurde der Budgetbedarf von 1,83 Millionen Euro für das laufende Jahr beschlossen.



Rückfragehinweis: Büro LHStv.in Prettner
Redaktion: Grabner/Böhm