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Attraktivierung Lavanttalbahn: Startschuss für Unterführung der St. Jakober Straße

22.02.2017
LH Kaiser, LR Holub: Wichtige Investitionen an Zulaufstrecke zur Koralmbahn – Verkehrsprojekt bringt Wirtschaftsimpulse und mehr Sicherheit


Seit acht Jahren wird die Bahnstrecke zwischen dem Bahnhof Wolfsberg und dem künftigen Bahnhof im Lavanttal schrittweise modernisiert und attraktiviert. Die Lavanttalbahn als Zulaufstrecke zur Koralmbahn wird auch Stück um Stück sicherer und barrierefrei.


Heute, Mittwoch, erfolgte der Spatenstich für die Unterführung St. Jakober Straße beim Bahnhof Wolfsberg. Diese wird künftig die Eisenbahnkreuzung mit der L 137 ersetzen und damit eine Querung der Bahntrasse ohne Konfliktpunkte für PKW, Radfahrer und Fußgänger ermöglichen. Zudem wird sie für mehr Verkehrssicherheit sorgen. Die Kosten dafür wurden mit fünf Mio. Euro angegeben, das Projekt wird von ÖBB, Land, Stadtgemeinde Wolfsberg und EU finanziert. Die Fertigstellung ist für 2018 vorgesehen.

Landeshauptmann Peter Kaiser, Landesrat Rolf Holub, LAbg. Isabella Theuermann (in Vertretung von Landesrat Gerhard Köfer), Wolfsbergs Bürgermeister Hans-Peter Schlagholz und der Vorstandsdirektor der ÖBB Infrastruktur AG, Franz Bauer, unterstrichen beim gemeinsamen Spatenstich die Bedeutung der Attraktivierung der Lavanttalbahn im Zusammenhang mit der rund 130 km langen, zweigleisigen und elektrifizierten Hochleistungsstrecke von Graz nach Klagenfurt mit dem 33 km langen Koralmtunnel als Kernstück.

Der Landeshauptmann sprach von einem sehr erfreulichen Ereignis. Immer wenn er ÖBB-Vorstandsdirektor Bauer treffe, bedeute dies Positives, denn dann würden wiederum viele Millionen Euro von den ÖBB bewegt werden. Es sei wichtig, dass seitens der Politik weitblickende Maßnahmen und Investitionen für eine sichere Bahn gesetzt würden, sagte Kaiser. „Wir wollen Kärnten nachhaltig gestalten und dabei Infrastruktur und Ökologie sowie auch Sicherheit verbinden“, so Kaiser. Er verwies auf die großen Investitionen seitens der ÖBB und der Asfinag, gerade auch in den letzten Jahren, als Kärnten mit der Aufarbeitung der Heta-Belastungen besonders gefordert war. Damit habe man viel Positives für Arbeitsmarkt und Bauwirtschaft geleistet.

Die ÖBB würden es optimal verstehen, zum richtigen Zeitpunkt zu investieren, dankte der Landeshauptmann allen Verantwortlichen. Weiters machte er deutlich, dass die gesamte Attraktivierung der Lavanttalbahn Teil eines gut durchdachten Gesamtkonzepts sei und damit mit der Koralmbahn und der Baltisch-Adriatischen Achse europäische Bedeutung habe. Die an der Achse liegenden Regionen und die dort lebenden Menschen würden durch Wertschöpfung, Arbeitsplätze, Wirtschafts- und Tourismusimpulse, schnellere Bahnverbindungen – und vor allem durch ein Zusammenrücken und Zusammenwachsen profitieren.

Landesrat Holub sprach von einem großen Tag für Kärnten. Es werde mit diesen Bahninvestitionen deutlich, dass damit auch der regionale Verkehr profitiere. Er wies auf die große Fahrtzeitverkürzung hin, so werde man auf der Koralmbahn zwischen Klagenfurt und Graz nur mehr 45 Minuten unterwegs sein. Weiters hob er die Elektrifizierung durch sauberen Strom hervor. Kärnten werde damit das erste Bundesland in Österreich sein, das durch gute Kooperationen dieses Ziel der vollen Elektrifizierung entsprechend dem Mobilitätsmasterplan aus sauberen Stromquellen schaffen werde.

LAbg. Theuermann überbrachte Grußworte von Landesrat Gerhard Köfer. 2,8 Mio. Euro würden für dieses Projekt vom Straßenbaureferat des Landes kommen. Sie hob vor allem die Sicherheitsmaßnahmen sowie mehrere Bauprojekte, etwa in Gummern, Lansach, Puch und Saag, hervor, die in guter Kooperation zwischen ÖBB und Land zustande gebracht wurden.

ÖBB-Vorstandsdirektor Franz Bauer sagte, dass die ÖBB hochattraktive Angebote für den Personen- und Güterverkehr schaffen. Die Koralmbahn sei gleichsam eine Direttissima zwischen Graz und Klagenfurt, die wirtschaftliche Impulse erzeuge. Gerade auch das Lavanttal werde davon profitieren. Insgesamt würden in die gesamte Attraktivierung der Lavanttalbahn 65 Mio. Euro fließen, um die Strecke samt Bahnhöfen, Haltestellen, Park & Ride-Anlagen usw. und Elektrifizierung voll zukunftsfit zu machen. Ein wichtiges Ziel seien Investitionen in die Sicherheit, dabei wolle man Kreuzungen wie hier in Wolfsberg-St. Jakober Straße auflassen bzw. technisch sichern. Bauer dankte der Landesregierung für gute Partnerschaft und Mitfinanzierung. Ebenfalls bedankt wurde auch Projektleiter Gerald Zwittnig.

Aufgrund der Bauarbeiten und der erforderlichen Streckensperre werden vom 6.3. bis 9.12.2017 alle Züge zwischen St. Paul im Lavanttal, Wolfsberg und Bad St. Leonhard im Schienenersatzverkehr mit Autobussen geführt.

Bis 2021 fließen im Auftrag des Bundes rund 1,9 Mrd. Euro nach Kärnten, um moderne Schieneninfrastrukturen zu errichten und bestehende weiter zu verbessern.


Rückfragehinweis: Büro LH Kaiser/
LR Holub
Redaktion: Brunner
Fotohinweis: LPD/fritzpress