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Reges Interesse für "3. Tag des digitalen Lernens"

23.02.2017
LH Kaiser bei Eröffnung auf Pädagogischer Hochschule Kärnten - Alle Bildungseinrichtungen sind mit der digitalen Herausforderung konfrontiert


Klagenfurt (LPD). Auf der Pädagogischen Hochschule Kärnten in Klagenfurt fand heute, Donnerstag, zum dritten Mal der „Tag des digitalen Lernens“ statt, der auf reges Interesse stieß. Bildungsreferent LH Peter Kaiser nahm mit dem amtsführenden Präsidenten des Landesschulrates, Rudolf Altersberger, Walter Waldner (Vizerektor der Pädagogischen Hochschule), Edmund Huditz (Pädagogische Hochschule Kärnten – Koordinator Jahr der digitalen Bildung) und Stephan Waba (Bundesministerium für Bildung und Frauen) die Eröffnung vor. Die Eröffnungsrede (Keynote) hielt Ali Mahlodji Gründer von whatchado.com zum Thema „Der Mensch im Mittelpunkt des digitalen Wandels“.

„Wir brauchen neben den Kulturtechniken Lesen, Schreiben Rechnen künftig auch die digitale Kompetenz und ich rechne mit ihnen und zähle auf sie als PädagogenInnen bei ihrer Wissensvermittlung“, betonte der Landeshauptmann. Damit man in der Welt der Bildung und der Schule 4.0 künftig gut bestehen könne, werde es notwendig sein, eine gemeinsame Form des neuen digitalen Lernens zusammen zu bringen. „Sämtliche Bildungseinrichtungen sind künftig mit dieser Herausforderung konfrontiert. Wer sich der Herausforderung mit Optimismus und proaktiv stellt, wird bestehen“, ist Kaiser überzeugt. Der zeitgemäße Unterricht ziele keinesfalls auf den massenhaften Einsatz digitaler Medien ab. Er bedeute vielmehr einen vorsichtigen, gezielten, kreativfördernden Einsatz durch kompetente Lehrpersonen.

Der Landeshauptmann verhehlte keineswegs, dass es auch wichtig sei, digitale Ängste abzubauen. „Das Land bzw. die Verantwortungsträger müssen im bereits begonnen digitalen System die Menschen an die Hand nehmen und sie begleiten“. Zudem seien die jungen Menschen vor Gefahren wie den Analphabetismus 4.0 zu schützen.

Landesschulratspräsident Altersberger hob die zunehmende Bedeutung der digitalen Bildung hervor und verglich sie mit einem Zug. „Wir müssen uns den Herausforderungen aber auch Risiken der Schule 4.0 stellen, da der digitale Zug bereits abgefahren ist“, betonte er. Aufgabe der Schule und vor allem der PädagogenInnen sei es, konstruktiv und innovativ die digitalen Kompetenzen und neuen Lernmethoden zu transportieren und die Arbeitsgeräte sinnvoll einzusetzen.

Waldner betonte, dass die angebotenen 31 Workshops auch einen Einblick geben sollten, was mit der Informationstechnologie möglich sei und wohin sie gehe. „;Wichtig werden künftig auch Personen sein, die lebenslanges und kognitives Lernen forcieren. Wir brauchen sie“;, so der Vizerektor.

Für Huditz wird eine digitale Breite nur dann entstehen, wenn es eine Zusammenarbeit unter allen Lehrern gibt. „Das stille Kämmerlein hat ausgedient, es gibt schon Schulen die es machen“, so der Koordinator des Jahrs der digitalen Bildung. Waba deponierte, dass der verantwortungsvolle Umgang mit digitalen Medien immer wichtiger werde. „70 Prozent der Zwölf- bis Dreizehnjährigen surfen ohne Kontrolle bereits im Internet“, nannte er reale Fakten.

Der Eröffnung wohnten ebenfalls bei: Landtagspräsident Reinhart Rohr, Stadträtin Ruth Feistritzer und PH-Kärnten Rektorin Marlies Krainz-Dürr.



Rückfragehinweis: Büro LH Kaiser, Landesschulrat, PH Kärnten
Redaktion: Michael Zeitlinger
Fotohinweis: LPD/Eggenberger