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ASFINAG investiert heuer 75 Mio. Euro in Kärnten

23.02.2017
LH Kaiser und Vorstand Schedl präsentierten Investitionsprogramm – Schwerpunkt Tunnelsicherheit, Baustart für zweite Karawankentunnelröhre Anfang 2018


Klagenfurt (LPD). 75 Mio. Euro investiert der Autobahnbetreiber ASFINAG allein heuer in die Infrastruktur Kärntens. Bis zum Jahr 2022 sind insgesamt 630 Mio. Euro an ASFINAG-Investitionen in unserem Bundesland vorgesehen. Details dazu nannten heute, Donnerstag, Landeshauptmann Peter Kaiser und ASFINAG-Vorstand Alois Schedl in einer Pressekonferenz im Medienraum der Landesregierung. Das größte Gesamtprojekt 2017 ist der Sicherheitsausbau der Tunnel auf der A2 Südautobahn zwischen Klagenfurt und der Grenze zur Steiermark. Auf der A10 Tauern Autobahn soll laut Schedl im Mai die Gesamtverkehrsfreigabe des um 48 Mio. Euro sicherheitsausgebauten Oswaldibergtunnels erfolgen. Für Anfang 2018 kündigte er den Baubeginn für die zweite Röhre des Karawankentunnels auf der A11 Karawanken Autobahn an. Ein weiteres wichtiges Thema für die ASFINAG ist laut dem Vorstand der Sicherheitsausbau der S37 Klagenfurter Schnellstraße.

„Hinter dem von der ASFINAG investierten Geld stehen wirtschaftliche Prosperität, Arbeitsplätze, verbesserte Infrastruktur und Sicherheit. Das ist auch ein Ausbau der Standortqualität Kärntens und es bestärkt unsere Europafitheit“, betonte Kaiser. Er bezeichnete die ASFINAG als verlässlichen Partner Kärntens und dankte dem Autobahnbetreiber ebenso wie den ÖBB: „ASFINAG und ÖBB sind Kärnten in – durch die Causa Heta – schwierigen Zeiten zur Seite gestanden. Ihre Investitionen haben Arbeitsplätze erhalten, Aufträge und Zukunftsperspektiven gegeben.“ Kaiser strich weiters hervor, dass Investitionen im Baubereich volkswirtschaftlich bedeutend seien. Eine Milliarde Euro im Baubereich sichere 10.000 Arbeitsplätze. Die 630 Mio. Euro bis 2022 würden also nach dieser Rechnung für 6.300 Arbeitsplätze stehen. Das seien drei Prozent aller Kärntner Beschäftigten.

Schedl ging auf einzelne ASFINAG-Projekte für 2017 näher ein. Unter anderem nannte er den Gräberntunnel auf der A2 Südautobahn, der von November 2017 bis April 2019 mit einer Investition von 25 Mio. Euro einer Sanierung und einem Sicherheitsausbau unterzogen werde. Insgesamt neun Tunnel auf der A2 bringe man ab Herbst auf den neuesten Stand der Technik. Alle Baumaßnahmen seien so geplant, dass die Strecke über den Sommer 2018 baustellenfrei sei. Mit Land Kärnten und Stadt Wolfsberg errichte man zudem auf der A2 einen Kreisverkehr für die Anschlussstelle Wolfsberg Süd. Gebaut werde hier von Sommer 2017 bis Sommer 2018 mit einer Investition von 1,4 Mio. Euro. Auf der A10 Tauern Autobahn werde um fünf Mio. Euro ein Rastplatz bei Weißenstein gebaut.

Für den Bau der zweiten Röhre des Karawankentunnels solle noch heuer die Ausschreibung mit dem slowenischen Partner erfolgen. 2018 könnte mit dem Bau begonnen werden, die Tunnelröhre sollte bis Anfang 2022 fertiggestellt sein, die Gesamtverkehrsfreigabe des Vollausbaus sei für Ende 2023 vorgesehen. Der Investitionsanteil der ASFINAG beträgt laut Schedl 190 Mio. Euro. Seit Herbst 2015 errichte die ASFINAG bereits eine 350 Meter lange Brücke vor dem Tunnelportal, sie sollte im Oktober 2017 fertiggestellt sein.

Zur S37 sagte Schedl, dass eine Verbreiterung der Fahrstreifen und eine bauliche Mitteltrennung geplant seien. Dies geschehe jedoch nicht zur Kapazitätserhöhung, sondern im Sinne der Verkehrssicherheit. Schedl betonte, dass dieser Sicherheitsausbau um etwa 82 Mio. Euro der ASFINAG besonders wichtig sei. Derzeit überprüft der Verwaltungsgerichtshof, ob für den Abschnitt St. Veit/Nord- St. Veit/Süd eine Umweltverträglichkeitsprüfung erforderlich ist.

Schedl erläuterte zudem, dass die ASFINAG auf das Bestbieterprinzip setze. Bei den entsprechenden Kriterien gehe es u.a. auch um Arbeitssicherheit, die Beschäftigung von Lehrlingen und Facharbeitern. Man gehe davon aus, dass heimische Betriebe diesen Kriterien besser entsprechen können als andere. Die Zulieferer stammen laut Schedl immer aus der Region.



Rückfragehinweis: Büro LH Kaiser; ASFINAG
Redaktion: Markus Böhm
Fotohinweis: LPD/Jannach