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LOKAL

50 Jahre Ingeborg-Bachmann-Gymnasium

24.02.2017
LH Kaiser und LR Darmann gratulierten –; LH Kaiser: Schule genießt mit Junior Bachmann Literaturwettbewerb hohes Ansehen


Klagenfurt (LPD). Mit einem Festakt wurde heute, Freitag, das 50-Jahr-Jubiläum des Ingeborg-Bachmann-Gymnasiums in Klagenfurt feierlich begangen. Direktor Markus Krainz konnte zahlreiche Ehrengäste sowie einstige SchülerInnen und LehrerInnen und Eltern begrüßen.

Gekommen waren auch Bildungsreferent Landeshauptmann Peter Kaiser, Landesrat Gernot Darmann, die Landtagspräsidenten Reinhart Rohr und Rudolf Schober , LAbg. Zalka Kuchling, Landesschulrats-Vizepräsidentin Elisabeth Dieringer-Granza, Klagenfurts Bürgermeisterin Maria-Luise Mathiaschitz sowie Superintendent Manfred Sauer und Generalvikar Engelbert Guggenberger. Weitere Gäste waren Botschafterin Ursula Plassnik als ehemalige Absolventin der Schule und Heinz Bachmann, der Bruder der Schriftstellerin Ingeborg Bachmann, sowie ORF-Landesdirektorin Karin Bernhard, Vizebürgermeister Christian Scheider und die Stadträte Frank Frey, Wolfgang Germ und Markus Geiger, Bundesheer-Oberst Erhart Eder und der frühere Direktor des Bachmann-Gymnasiums, Werner Glas.

Der Landeshauptmann betonte die hohe Attraktivität der Schule, die heute über 800 SchülerInnen zählt. Wenn Bildung gleichsam die Hauptspeise des Lebens sei, dann sei das Bachmann-Gymnasium ein Dreihauben-Gourmetlokal. Er wies auf die wichtige Rolle hin, die das Gymnasium zusammen mit Partnern und Sponsoren auch im Hinblick auf den Junior Bachmann Literaturwettbewerb leiste. Damit sei sie eine Förderin von Talenten und ein Aushängeschild für Kärnten. Der Landeshauptmann erwähnte auch die Erfolge der Schule in Sachen Sport und Fremdsprachen, wodurch sie sich ebenfalls auszeichne. Er brachte ein Buchpräsent für die Schulbibliothek mit und gratulierte auch Direktor Krainz zum bevorstehenden 51. Geburtstag. Mit der Schule sei er als Schüler des nahegelegenen Lerchenfeldgymnasiums übrigens auch durch persönliche Bekanntschaften verbunden gewesen, sagte Kaiser. Denn die Schule sei nicht nur Mädchengymnasium gewesen, sondern in ihr war auch die damalige Bundesbildungsanstalt für Kindergärtnerinnen untergebracht.

Superintendent Manfred Sauer sagte, dass die Schule weiterhin ein Ort der Reflexion und Entschleunigung sein solle. Es sei wichtig, Talente zu fördern und solidarisch zu leben.

Ein Höhepunkt der Feierstunde war das Kommen und die Ansprache von Heinz Bachmann, dem Bruder der Schriftstellerin Ingeborg Bachmann. Er sagte, dass nach jahrzehntelanger Arbeit vor wenigen Tagen die ersten zwei Bände der 30 Bände umfassenden Gesamtausgabe vorgestellt werden konnten. Er las einen berührenden Text der Schwester aus den Jahren 1944/45, als sie die Bombardierung in Klagenfurt erlebte. Weiters gab er auch ihre Schilderung über ihren Aufenthalt und ihre Begegnung mit einem britischen Offizier in Obervellach bei Hermagor wieder. In der Schule bei den Ursulinen sei seine Schwester wohl sehr glücklich gewesen, so Bachmann. Hier habe sie auch damals verbotene Schriftsteller gelesen.

Die frühere Außenministerin und nunmehrige Botschafterin Österreichs in Bern, Ursula Plassnik, erinnerte an das, was ihr diese Schule mitgegeben habe. Das sei ihr Verständnis für Europa und ihre Liebe zur französischen Sprache gewesen. Europa sei für sie lebensbestimmend geworden.

Die Ursprünge des Gymnasiums gehen zurück auf die Schule bei den Ursulinen, der Grundstein für das jetzige Gymnasium wurde 1962 gelegt, 1965 erfolgte die Übersiedelung vom Ursulinengymnasium zum Jergitschgymnasium, wie es früher hieß. Die Schlüsselübergabe erfolgte am 25. Februar 1967 durch Bundesminister Theodor Piffl-Percevic an den damaligen Direktor Hubert Leutschacher. Bis 1965 war es ein Mädchengymnasium. 1994/95 erfolgte die Umbenennung auf „;Ingeborg-Bachmann-Gymnasium“;.

Gesanglich und musikalisch umrahmt wurde der Festakt von Schulband und Schulchor, weiters von den jungen hochtalentierten Musizierenden Sophie und Alexander Simic und von Karen und Zara Asatrian. Der Schule wurde seitens der Stadtgemeinde Klagenfurt auch das Stadtwappen durch Bgm. Mathiaschitz verliehen.


Rückfragehinweis: Büro LH Kaiser
Redaktion: Brunner
Foto: LPD/fritzpress