News

LOKAL

Ich gelobe in Liebenfels

24.02.2017
LH Kaiser: Stellenwert des Bundesheeres steigt – Zuständigkeit nicht nur für Sicherheit und Schutz, sondern immer mehr für Aufgaben im Dienste der Öffentlichkeit


Klagenfurt (LPD). Erstmalig in der Marktgemeinde Liebenfels wurde heute, Freitag, der Treueeid von knapp 400 Rekrutinnen und Rekruten aus ganz Kärnten geleistet. Das Militärkommando Kärnten und die 7. Jägerbrigade führte in Zusammenarbeit mit der Marktgemeinde sowie dem Stabsbataillon 7 diese Angelobung durch. Bei dem offiziellen Akt - das persönliche Versprechen auf die Republik Österreich und auf die Demokratie wird abgelegt - wurden die im Jänner und Februar 2016 bei den Kärntner Verbänden eingerückten Soldatinnen und Soldaten angelobt.

„Der Stellenwert des Bundesheers steigt“, sagte Landeshauptmann Peter Kaiser. Die Zuständigkeit betreffe nicht nur das Sicherheitsgefühl und den Schutz, sondern auch immer mehr Aufgaben im Dienste der Öffentlichkeit. Es gelte dort zur Stelle zu sein, wo Hilfe gebraucht werde. Besonders deutlich geworden sei dies bei der Unwetterkatastrophe in Afritz. „Daher möchte ich heute erneut die Gelegenheit nutzen, Dank zu sagen. Ihr habt im Verbund mit allen Blaulichtorganisationen und der Feuerwehr Großartiges geleistet“, so Kaiser.

Das Bundesheer biete erfreulicherweise die Chance, den Dienst an der Heimat über die normale Wehrpflicht hinaus zu verlängern. Daher möge jeder prüfen, ob er seine Fertigkeit und Fähigkeit dem Land Kärnten und der Republik Österreich weiter zur Verfügung stellt. „Österreich braucht solche Männer und Frauen wie Sie“, sagte der Landeshauptmann.

„Sicherheit bekommt man nicht geschenkt oder zum Nulltarif“, betonte Jürgen Wörgötter, Brigadierkommandant der 7. Jägerbrigade. Weltweit sei das gewohnte Sicherheitsgefühl bedroht und so würden Sicherheit sowie Menschen, die bereit seien, die Sicherheit unter ihrem persönlichen Einsatz zu verteidigen, einen großen Stellenwert bekommen. Dies seien Exekutive, Einsatz- und Blaulichtorganisationen, Ehrenamtliche und vor allem auch das Bundesheer.

Bürgermeister Klaus Köchl zeigte sich stolz über die Angelobung in seiner Gemeinde und dankte allen örtlichen Vereinen für die Unterstützung bei dieser Veranstaltung.

Worte der Besinnung sprachen die Militärgeistlichen Christian Stromberger und Michael Matiasek. Für die musikalische Umrahmung sorgte die Militärmusik Kärnten unter Leitung von Oberstleutnant Dietmar Pranter. Unter den Anwesenden waren LR Gernot Darmann, der dritte Landtagspräsident Josef Lobnig, Landesamtsdirektor Dieter Platzer, die Bezirkshauptfrau von St. Veit Claudia Egger, Domdekan Michael Kristof sowie Bürgermeister der Nachbargemeinden –; und natürlich zahlreiche Angehörige der Rekrutinnen und Rekruten. Anlässlich des Todes von Gesundheitsministerin Sabine Oberhauser wehte die Fahne heute auf Halbmast.

Die Anzugelobenden aus der Garnison Villach kamen vom Pionierbataillon 1 aus der Rohr-Kaserne, vom Führungsunterstützungsbataillon 1 aus der Lutschounig-Kaserne und vom Dienstbetrieb des Militärkommandos Kärnten aus der Hensel-Kaserne. Die Garnison Klagenfurt war durch Rekrutinnen und Rekruten des Stabsbataillons 7 in der Windisch-Kaserne sowie von Stabskompanie und Dienstbetrieb des Militärkommandos Kärnten in der Khevenhüller-Kaserne vertreten. Aus der Garnison Spittal an der Drau kamen Jungsoldatinnen und -soldaten vom Jägerbataillon 26 aus der Türk-Kaserne. Vor der Angelobung fand auch eine Totenehrung bei der Gefallenengedenkstätte am Hauptplatz in der Marktgemeinde Liebenfels statt.


Rückfragehinweis: Büro LH Kaiser
Redaktion: Ulli Sternig
Fotohinweis: LPD/Peter Just