News

LOKAL

Förderaktion für Gasthäuser im ländlichen Raum wird verlängert

28.02.2017
LR Benger: Zins- und spesenfreie Kredite für Gastronomiebetriebe im ländlichen Raum – Förderaktion von November 2016 wird bis 30. Juni 2017 verlängert


Klagenfurt (LPD). „Die Wichtigkeit unserer Gasthäuser in den Tälern und Regionen Kärntens ist bekannt. Doch die Gäste fordern auch in Gasthäusern abseits des Zentralraumes Qualität ein. Seit November 2016 gibt es erstmals eine Förderung für die Gasthäuser im ländlichen Raum“, teilte heute, Dienstag, LR Christian Benger mit. Die Ausschreibung sei als Versuch gesehen worden, es habe ein Förderprogramm dieser Art bisher nicht gegeben. „Jetzt geht die Aktion in die Verlängerung. Noch bis 30. Juni 2017 können Wirte Anträge und Projekte einreichen“, sagt Benger. 25 Projekte liegen derzeit bereits beim Kärntner Wirtschaftsförderungs-Fonds (KWF).


Die Förderrichtlinie des KWF nennt sich Qualitätsverbesserungen in Gastronomiebetrieben im ländlichen Raum und funktioniert über einen zinsenfreien ERP-Kleinkredit mit sechs Jahren Laufzeit und einem Jahr tilgungsfrei sowie einem nicht rückzahlbaren KWF-Zuschuss in Höhe von 20 Prozent.


Gefördert werden Neuinvestitionen zwischen 10.000 und 300.000 Euro, wie beispielsweise Küchenausgestaltungen, Sanitäreinrichtungen, Gastraumausstattungen und Gastraum-Außenbereiche wie Fassaden, Gastgärten oder Markisen und mehr. Laut Benger gehe es um Investitionen, die die Wettbewerbsfähigkeit steigern, die Arbeits- und Ausbildungsplätze sichern und vor allem um die gastronomische Nahversorgerfunktion der Gasthäuser am Land erhalten. Projekte bis maximal 300.000 Euro werden unterstützt. Das Projekt läuft über den KWF und die Österreichische Hotel- und Tourismusbank (ÖHT). Nur ein Antrag ist zu stellen.


„Wir stärken den ländlichen Raum, in dem wir die Strukturen erhalten. Doch ist auch da ein Maß an Qualität ein Muss“, so Benger. Gastronomiebetriebe in Gemeinden mit mehr als 30.000 Einwohnern können mit dieser Richtlinie nicht gefördert werden.


Zusätzlich zum ERP-Kleinkredit kann eine Bundeshaftung mit einer Haftungsquote von bis zu 80 Prozent gewährt werden. Als besonderes „Zuckerl“ werden im Falle einer Übernahme einer Bundeshaftung die entsprechende Haftungsprovision und die Bearbeitungsgebühr ebenfalls vom Bund getragen. „Regionalität betrifft alles, einkaufen vor Ort, heimische Lebensmittel kaufen, verarbeiten, ins Gasthaus im Ort gehen, beim Verein vor Ort aktiv sein. Wir brauchen aktive Ortschaften und dazu gehört ein Wirtshaus“, betonte Benger. In Summe stellt das Wirtschaftsministerium über die ÖHT für diese Förderaktion in Österreich 30 Millionen Euro bereit.


Weiterführende Informationen und Antragsformulare: http://www.oeht.at/finanzierung-und-foerderungen/erp-kleinkredit/



Rückfragehinweis: Büro LR Benger

Redaktion: Robitsch/Zeitlinger