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Leistbares Wohnen - Fokus künftig auf moderaten Neubau und Sanierung

28.02.2017
LHStv.in Schaunig bei Podiumsdiskussion in Mauerbach (NÖ) –; Wohnbaupolitik ist mehr als das Errichten von Wänden

 

 

 

 

Klagenfurt (LPD). „Leistbares Wohnen ist ein Grundbedürfnis der Menschen. Es darf nicht zur sozialen Frage werden, ob man sich ein Dach über dem Kopf leisten kann“, betonte heute, Dienstag, LHStv.in Gaby Schaunig bei einer Podiumsdiskussion im Schlosspark Mauerbach.

Kärnten hat erfreulicherweise im Bundesländervergleich geringe Wohnkosten, dennoch sind die Aufwendungen für das Wohnen für viele Menschen eine zunehmende finanzielle Belastung. Zudem erfordern geänderte demographische Bedingungen neue Wohnformen, deren Förderung nach den derzeitigen gesetzlichen Bestimmungen nur unzureichend möglich sind.

Aus diesen Gründen werde in Kärnten ein neues modernes Wohnbauförderungsgesetz ausgearbeitet und die Beschlussfassung solle zeitnah erfolgen. „Die wesentliche Neuerung ist eine Koppelung der Wohnbauförderung an raumplanerischen Kriterien und Vorgaben des örtlichen Entwicklungskonzeptes“, so Schaunig. Im Vordergrund stehen Siedlungsschwerpunkte und die Belebung von bestehenden Orts- und Siedlungskernen, sparsame Verwendung von Grund und Boden unter anderem durch Reconstructing, flächensparende Bauweise und Bauen im Bestand.

„Kärnten wächst derzeit nicht, daher muss der Fokus in Zukunft auf einen moderaten Neubau und auf die Sanierung gelegt werden“;, betonte Schaunig. Die Verbindung aus Arbeiten, Wohnen und Freizeit, kurze Wege zu Nahversorgern, sozialen Dienstleistern, vielfältige Bildungs-, Kultur-, Freizeiteinrichtungen und Anbindungen an Öffis, sind ideale Voraussetzungen den individuellen Wohnbedürfnissen gerecht zu werden.

„Es ist unerlässlich, auf gesellschaftliche Änderungen und damit verbundene Trends, die unterschiedlichen Modelle zur Schaffung von Wohnraum in städtischen und ländlichen Bereichen zu reagieren“, weiß die Wohnbaureferentin. Leistbares und qualitätsvolles Wohnen ist nur in der Verbindung mit raumordnungspolitischer, städtebaulicher, soziologischer und bautechnischer Maßnahmen möglich. Schaunig: „Wohnbaupolitik ist mehr als das Errichten von Wänden, es ist vielmehr eines der wichtigsten gesellschaftspolitischen Tätigkeitsfelder“.

Neben Schaunig diskutieren Landesrat Hans Mayr aus Salzburg, Gabriela Moser, Abgeordnete zum Nationalrat, Harald Schneider, Vorstand, Innsbrucker Kommunalbetriebe AG und Irene Simader, Abteilungsleiter Wohnbauförderung im Amt der Oberösterreichischen Landesregierung.



Rückfragehinweis: Büro LHStv.in Schaunig
Redaktion: Kohlweis/Zeitlinger