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Kärnten und Steiermark: Starke Süd-Achse für Forschung und Entwicklung

01.03.2017
LH Kaiser und LHStv.in Schaunig bei Zukunftskonferenz in Graz – Digitalisierung mache es nötig, auch über andere Arbeits- und Beschäftigungsfelder oder bedingungsloses Grundeinkommen zu diskutieren


Klagenfurt (LPD). Das Thema „Licht und Mobilität“ stand heute, Mittwoch, im Messe Congress Graz im Mittelpunkt. Bereits zum siebenten Mal lud das Joanneum Research zur Zukunftskonferenz. Geschäftsführer Wolfgang Pribyl freute sich über mehr als 600 angemeldete Teilnehmer. Neben der steirischen Landtagsabgeordneten Sandra Holasek richtete sich auch der Kärntner Landeshauptmann Peter Kaiser, der sich genau wie LHStv.in Gaby Schaunig begeistert von der Veranstaltung zeigte, an das hochrangige Publikum. Unter dem Titel „Licht für autonome Fahrzeuge“ referierte Wolfgang Huhn, Leiter Entwicklung Licht und Sicht der Audi AG, und faszinierte das Publikum mit jenen Technologien, die uns schon in naher Zukunft auf den Straßen begegnen werden.

Als Kärntner Landeshauptmann sei er stolz und froh, an der Zukunftskonferenz teilnehmen zu können, betonte Kaiser, denn die enge Kooperation zwischen der Steiermark und Kärnten habe sich binnen kürzester Zeit als richtiger Schritt erwiesen. Das Joanneum Research hat sehr rasch seinen Platz in der Kärntner Forschungsszene erlangt“, so der Landeshauptmann. Man habe bereits Großartiges erreicht – als zukunftsweisenden Erfolg bezeichnete der Landeshauptmann auch die kürzlich erfolgte Eröffnung der Geschäftsstelle des Silicon Alps Clusters in Villach, an dem sich das Joanneum Research als wissenschaftlicher Projektpartner beteiligt. Digitalisierung, Mikroelektronik, Industrie 4.0, Gesellschaft 4.0 seien für viele Menschen heute noch immer Schlagwörter, mit denen sie wenig Konkretes anfangen können. Dabei seien es diese Begriffe, die unsere aller Leben längst massiv beeinflussen und unsere Zukunft völlig verändern könnten. Die Politik hat die Aufgabe, die Rahmenbedingungen zu schaffen, die es möglich machen, dass sich die Digitalisierung auch positiv auf unsere Gesellschaft auswirken kann“, so Kaiser. Er betonte: Die Bildung wird dafür ein zentraler Schlüssel sein. Nur über diesen Weg ist es möglich, den Menschen das zu vermitteln, was sie auch in Zukunft brauchen werden, nämlich digitale Kompetenzen.“

Man müsse sich künftig aber auch mit Antworten auf Fragen von aktiven Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmern ebenso wie mit dem Schutz unseres Sozial- und Wohlfahrtsstaates auseinandersetzen. Kaiser betonte: „Wir werden Diskussionen führen und Entscheidungen treffen müssen – angefangen von einer Umgestaltung der Steuersysteme bis hin zur Realisierbarkeit eines bedingungslosen Grundeinkommens.“ Von Seiten Kärntens werde jedenfalls alles getan, um die nötigen Inputs für eine gewinnbringende Entwicklung zu liefern.

„Wissenschaft geht uns alle an“, betonte auch Holasek in ihren Begrüßungsworten. Deshalb stünden Innovation und Forschung ganz oben im Aktivitätenplan der steirischen Landesregierung. Das Joanneum Research bezeichnete sie als wichtige Säule der Steiermark.

Das Land Kärnten ist über seine Betriebsansiedelungs- und Beteiligungsgesellschaft (Babeg) am Joanneum Research beteiligt. Der Anteil unseres Bundeslandes liegt bei 15 Prozent. Das im Klagenfurter Lakeside Park beheimatete Institut für Robotik bildet eine wichtige Säule für Forschung und Innovation. Das Team rund um Direktor Michael Hofbauer beschäftigt sich primär mit Forschungsthemen der Mensch/Roboter Kollaboration und Interaktion in innovativen Produktionsprozessen, sowie mit der Thematik Robot-Safety. Insgesamt werden über das Joanneum Research jährlich rund 500 Projekte von etwa 450 Mitarbeitern abgewickelt. Besonders stolz sei man laut Pribyl auf die Selbstfinanzierungsrate die derzeit bei 80 Prozent liege.


Rückfragehinweis: Büro LH Kaiser
Redaktion: Susanne Stirn
Fotohinweis: Joanneum Research