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Regierungssitzung 3 - Kärnten treibt Initiative für Bahn- und Lärmschutzmaßnahmen im Zentralraum voran

07.03.2017

LR Kaiser und LR Holub: Es ist alles zu tun, um die Menschen und Tourismusbetriebe im Zentralraum vor Bahnlärm zu schützen - Lärmschutzmaßnahmen rasch realisieren und Detailplanungen für Tunnelkette W2 voranzutreiben


Klagenfurt (LPD). Ein zentrales Thema in der Pressekonferenz anlässlich der heutigen Regierungssitzung bildete der künftige Bahnverkehr im Zentralraum Kärnten im Zusammenhang mit der Koralmbahn und dem Ausbau des Semmeringtunnels. Landeshauptmann Peter Kaiser und Verkehrs- und Umweltlandesrat Rolf Holub betonten, dass mit Lärmschutz-Sofortmaßnahmen und Planungen für die Zukunft gleich begonnen werden müsse. "Kärnten muss sich einig sein und eine gemeinsame, klare Position beziehen", forderte Kaiser.

Für morgen, Mittwoch, wurde daher vom Landeshauptmann ein Zentralraum-Lärmschutz-Gespräch einberufen, zu dem alle politischen Verantwortungsträger, beginnend von allen Regierungsmitgliedern über Bundes-, Nationalrats- und Landtagsabgeordneten bis hin zu den Bürgermeister des Zentralraumes eingeladen wurden.

Mit Lärmschutzmaßnahmen an der Bestandsstrecke soll unverzüglich begonnen werden, waren sich Kaiser und Holub einig. Parallel dazu müssten die ÖBB die Detailplanungen für die vor allem nach der Fertigstellung des Semmeringbasistunnels zu erwartende Güterverkehrszunahme in Angriff nehmen. Auch Klagenfurt und Villach müssten in diesen Planungen berücksichtigt werden. Der Fokus dabei liege auf der vor über zehn Jahren erarbeiteten Tunnelkette nördlich des Wörthersees, der sogenannten W2 oder Dörfler-Trasse, die damals mit Zustimmung von über 50 Bürgerinitiativen beschlossen wurde. "Die Planungen müssen jetzt starten, damit bei einem sich abzeichnenden Erreichen einer Kapazitätsgrenze sofort Maßnahmen ergriffen werden können", so Kaiser.

Holub berichtete, dass er bereits viele betroffene Gemeinden besucht habe. "Alle sind sich einig, die W2 Tunneltrasse wird auch von 52 Bürgerinitiativen gut geheißen." Die Tunneltrasse werde kommen, der Bau selbst werde aber abhängig sein von der Entwicklung des Güterverkehrs und da seien 300 bis 400 Züge mehr pro Tag diagnostiziert. "Wir müssen uns diese Trasse jetzt wünschen, damit wir in den Rahmenplan 2025 - 2040 kommen, daher ist es notwendig, jetzt in die Detailplanung zu gehen", unterstrich der Verkehrsreferent.


Rückfragehinweis: Büro LH Kaiser/LR Holub
Redaktion: Brunner