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HCB Görtschitztal: Stellungnahme der Landessanitätsdirektion zu kolportierter Schwermetallbelastung

09.03.2017

Landessanitätsdirektorin Oberleitner: Bürgerinitiative verweigerte trotz mehrfacher Kontaktaufnahme strikt Herausgabe der Befunde - Unterstützung der Bevölkerung für Land an erster Stelle


Klagenfurt (LPD). Im Rahmen einer Pressekonferenz in Klagenfurt wurde heute, Donnerstag, die Aussage getätigt, dass die Menschen im Görtschitztal auch mit Schwermetallen belastet seien. Vor allem im Harn von Kindern sollen erhöhte Werte gefunden worden sein. Zudem wurde gemeint, dass diese Harn-Untersuchungsergebnisse schon beim Land Kärnten liegen würden, es von diesem aber noch keine Reaktionen gegeben habe. Mit einer Klarstellung meldet sich dazu Landessanitätsdirektorin Ilse Oberleitner zu Wort.

Am 15.11.2016 habe die Bürgerinitiative "Rettet das Görtschitztal" die Landespolitik mit den "besorgniserregenden" Ergebnissen von Harnuntersuchungen auf Schwermetalle bei Kindern konfrontiert, sagt Oberleitner, die noch am selben Tag der Bürgerinitiative das erste Mal das Angebot zur Unterstützung gemacht habe. "Wir haben die Bürgerinitiative mehrfach kontaktiert und um Übermittlung der Befunde gebeten, damit diese durch die Medizinische Universität Wien auf Kosten des Landes beurteilt werden können. Die Bürgerinitiative hat jedes Mal strikt die Herausgabe der Befunde verweigert", betont die Landessanitätsdirektorin. Sie stellt zudem klar, dass es am 20.01.2017 zwar ein Gespräch zwischen ihr und dem früheren Institutsvorstand für Hygiene an der Medizinischen Universität Graz, Egon Marth - er hat damals noch mit der Bürgerinitiative zusammengearbeitet - zur HCB- und Schwermetallbelastung gegeben habe: "Es wurden jedoch von Prof. Marth keine Unterlagen ausgehändigt und nur sehr vage, nicht für weiterführende Maßnahmenplanung geeignete Angaben gemacht", so Oberleitner.

Laut Oberleitner kann eine gesundheitliche Bewertung nur auf Basis der konkreten Befunde durchgeführt werden - "Und diese liegen uns nicht vor." Ohne Befunddaten und ohne Angaben zu zusätzlichen Einflussfaktoren wie Ernährungsverhalten, Wohnumfeld, Arbeitsplatzsituation könne sie auch keine seriöse Erklärung zu den in besagter Pressekonferenz kolportierten Ergebnissen abgeben.

Zur Forderung nach eigenen flächendeckenden Gesundenuntersuchungen im Görtschitztal erklärt Oberleitner: "Aufgrund der vorliegenden umfangreichen Untersuchungsergebnisse aus allen Fachbereichen ist eine flächendeckende Gesundenuntersuchung nicht sinnvoll. In Planung ist eine toxikologische Bewertung möglicher langfristiger Auswirkungen auf die Gesundheit der Görtschitztaler Bevölkerung." Es sei klar, dass die Unterstützung der Görtschitztaler Bevölkerung für das Land Kärnten stets an erster Stelle stehe, in vollem Ausmaß und allen Belangen.



Rückfragehinweis: Landessanitätsdirektion
Redaktion: Markus Böhm